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Monday, November 30. 2009
Weihnachten kam und gleichzeitig eine große Hitzewelle mit mehr als 33 Grad. Die Kerzen an dem schönen Bäumchen bogen sich vor Hitze und eine richtige Weihnachtsstimmung wollte aus diesen und anderen Gründen nicht aufkommen.
Ein acht Kilometer von uns entfernt lebender Kollege bekam am Vorweihnachtstag den Enteignungsbescheid.
Weiterhin trafen immer mehr so genannte " Entwicklungshelfer aus der Karibik" in den Minibetrieben (acht Hektar) ein, um die Kleinbesitzer in ihrem Landhunger zu bestärken. Vergleichbares hatte es auch 1945 im Osten Deutschlands gegeben. Dort waren die Güter in Parzellen von ungefähr acht bis zehn Hektar zersiedelt und an so genannte “Neubauern” vergeben worden. Auch Besuche in den Werkswohnungen des Betriebes konnte ich nicht verhindern.
Die Ferienzeit von Gabi und Christina ging dem Ende entgegen. Die täglichen Schulfahrten wurden schon Ende 1971 immer unangenehmer, da allzu oft Reifenpannen durch absichtlich verstreute Nägel auftraten. Scheinbar wollte man die Autobesitzer, also die Kapitalisten (!) verunsichern. Dorlis und ich entschlossen uns im März 1972 die Kinder in das der deutschen Schule angeschlossene Internat aufnehmen zu lassen.
Wer wohl in den ersten Tagen mehr gelitten hat, Kinder oder Eltern? Man wird es nicht messen können. An den Wochenenden hatten wir unsere Mädels meistens zu Hause. Kinder in jungen Jahren getrennt von den Eltern aufwachsen zu lassen, widerspricht in jedem Fall dem Sinn des Lebens.
Friday, November 27. 2009
Spionage? Peru und Chile mal wieder im Clinch
Stress unter Nachbarn soll nicht ungewöhnlich sein, Stress unter Nachbarstaaten auch nicht...
Chile und Peru gerieten kürzlich wegen einer Spionageaffäre aneinander. Was war geschehen? Ein peruanischer Unteroffizier wurde beschuldigt, für Chile spioniert zu haben und arrestiert. Alan García, alter und aktueller Präsident Perus, cancelte daraufhin ein Treffen mit der chilenischen Noch-Präsidentin Michelle Bachelet. Der Vorwurf: "In Chile sind noch dunkle Mächte aus der Pinochet-Zeit am Wirken."
Michelle Bachelet wies die Vorwürfe selbstverständlich zurück. Wir werden die Tatsachen erfahren und auf dem picaflor darüber berichten. Vielleicht teilt uns jemand mit, was denn die chilenische Presse kommentiert?
Thursday, November 26. 2009
Erinnerung an die chilenische Filmnacht beim Instituto Cervantes in Hamburg.
Heute abend um 20 Uhr wird der Film Mami te amo (Chile, 2009, Elisa Eliash, OmeUT, 80 Min.) gezeigt.
Instituto Cervantes
Chilehaus Eingang B Fischertwiete 1 20095 Hamburg Eintritt frei
Der Film "Mami te amo" handelt von der sonderlichen Beziehung zwischen einer Mutter, die ihr Augenlicht verliert und ihrer Tochter. Als Reaktion auf die Vernachlässigung durch die überforderte Mutter, beginnt die Tochter ein makaberes Spiel um Aufmerksamkeit...
Auszeichnungen: Bester Film, Festival de Cine B, Santiago-Chile, 2008; Bestes Drehbuch, Festival de Cine Joven de Rengo, Chile 2009; Lateinamerikanische Visionen, München Film Festival, Deutschland 2009.
Wednesday, November 25. 2009
Eduardo Frei hat eine ungewöhnliche Art, sich Gelder für deine Kandidatur zu verschaffen - Versteigerungen. Am 2. und 3. Dezember werden in Santiago und Valparaiso persönliche Gegenstände Eduardo Freis und seines Vaters versteigert. Zudem werden Bilder, von mehr als 50 Künstlern gespendet, versteigert. Ziel ist es, an die 30 Millionen Pesos für die Kampagne aufzutreiben.
Es bleibt abzuwarten, wieviel den Gästen zum Beispiel die Krawatte Freis, seine Golfschläger, sein Kummerbund oder eine signierte Biografie wert sind. Der Slogan lautet "Yo aporto a Chile"
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