Weihnachten kam und gleichzeitig eine große Hitzewelle mit mehr als 33 Grad. Die Kerzen an dem schönen Bäumchen bogen sich vor Hitze und eine richtige Weihnachtsstimmung wollte aus diesen und anderen Gründen nicht aufkommen.
Ein acht Kilometer von uns entfernt lebender Kollege bekam am Vorweihnachtstag den Enteignungsbescheid.
Weiterhin trafen immer mehr so genannte "
Entwicklungshelfer aus der Karibik" in den Minibetrieben (acht Hektar) ein, um die Kleinbesitzer in ihrem Landhunger zu bestärken. Vergleichbares hatte es auch 1945 im Osten Deutschlands gegeben. Dort waren die Güter in Parzellen von ungefähr acht bis zehn Hektar zersiedelt und an so genannte “Neubauern” vergeben worden. Auch Besuche in den Werkswohnungen des Betriebes konnte ich nicht verhindern.
Die Ferienzeit von Gabi und Christina ging dem Ende entgegen. Die täglichen Schulfahrten wurden schon Ende 1971 immer unangenehmer, da allzu oft Reifenpannen durch absichtlich verstreute Nägel auftraten. Scheinbar wollte man die Autobesitzer, also die Kapitalisten (!) verunsichern. Dorlis und ich entschlossen uns im März 1972 die Kinder in das der deutschen Schule angeschlossene Internat aufnehmen zu lassen.
Wer wohl in den ersten Tagen mehr gelitten hat, Kinder oder Eltern? Man wird es nicht messen können. An den Wochenenden hatten wir unsere Mädels meistens zu Hause. Kinder in jungen Jahren getrennt von den Eltern aufwachsen zu lassen, widerspricht in jedem Fall dem Sinn des Lebens.
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