Liebe Freunde , das ist die Geschichte von einem der auszog, einen Weihnachtsbaum zu kaufen! Eine wahre Begebenheit.
Ich wollte einen Weihnachtsbaum, aber einen echten - nicht diesen Plastikkrempel. Von allen Seiten hörte ich nur, dass es „echte“ in Chile nicht gäbe. Ich sagte also zu meiner Frau Lucy: Als ich vor Russland mit dem Schiff in der Bering-See schipperte habe ich vor Weihnachten zum Kapitän gesagt: „Wenn ich zu Weihnachten keinen Tannenbaum bekomme, gehe ich von Bord!“ Und ich habe einen Baum bekommen. Dann werde ich in Chile auch einen haben. Aber es gibt halt nur Bäume mit Wurzeln, keine geschlagenen. In Chile ist es nämlich verboten, Tannenbäume zu schlagen. So gibt es denn auch kein Tannengrün für den Adventskranz, deshalb haben wir ein Adventsgesteck!
Also ab ins Auto und ab zum Weihnachtsbaumkauf (auch ein schönes Wort). Da muss man erst einmal wissen wo. Baumärkte? Schlechte Qualität, so als hätte man im letzten Jahr zu kräftig gesungen (kaum Nadeln). In Pflanzengeschäften vielleicht, aber auch da gab es nichts Ansprechendes. Bis dass ein Freund uns sagte: „Fahrt mal nach Peñalolen, da gibt es Baumschulen. Am Stadtrand von Santiago, plattes Land, und auf dieser Straße, rechts wie links, Baumschulen, noch und nöcher.“ In einem dieser Geschäfte (wie auf dem Bild zu sehen), fanden wir dann einen Weihnachtsbaum. Bei einem Wettbewerb würde er nicht den ersten Preis bekommen, aber ich glaube den zweiten. Aber den dritten mit Sicherheit…
Eine schöne dritte Adventswoche wünschen Euch
Lucy & Hans-Gerhard
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