Nun aber wieder zurück zu uns. Nach Bekanntgabe der Nachricht setzte ich mich mit Herr Dr. Schickedanz in Deutschland telefonisch in Verbindung. Ich verbrachte über sieben Stunden in der öffentlichen Telefonzentrale bis die Verbindung hergestellt wurde. Auf meine Fragen erhielt ich kurze und präzise Antworten:"Wir können das weitere Vorgehen in Chile von hier aus nicht beurteilen und dafür sind Sie ja auch unser Bevollmächtigter dort, um die notwendigen Aktionen durchzuführen. Meine Linie kennen sie. Ich verzichte auf das investierte Geld, aber bitte Sie um jeden Hektar Land zu kämpfen denn diese Krankheit, Kommunismus genannt, kann sich auf die ganze Welt ausbreiten. Diese Infektion wird eines Tages heilbar sein, wenn Sie und ich dazu beitragen den Virus auf intelligente Art an der Verbreitung zu hindern."
Die kommenden zwei Tage verbrachte ich damit, auf Millimeterpapier einen Plan in Form einer Pyramide für das weitere Vorgehen zu entwerfen. Das Ergebnis sollte ein Restbetrieb in Form von 400 Hektar mit Herrenhaus und Melkanlage als Mittelpunkt sein. Dies sollte durch Neueinschreibung im Grundbuchamt auf den Namen von zwei nicht blutsverwandten Mitgliedern der Familie Schickedanz mit je zwei Mal 200 Hektar bestätigt werden. So entstanden auf dem Papier zwei unabhängige Betriebe:
A: "Santa Louisa" mit Mittelpunkt Herrenhaus und Eigentümerin Frau Dedi geb. Schickedanz
B: "Doña Grete" mit Zentrum Melkanlage und Eigentümerin Frau Schickedanz geb. Lachner.
Beide künftigen Eigentümer waren nicht blutsverwandt, da ja Frau Dedi nicht die leibliche Tochter von Frau Schickedanz war. Auf der Pyramide erschienen alle Personen, die mir beim Erreichen meines Zieles bewußt oder auch unbewußt helfen sollten. Es würde ein schwerer Weg werden und mir war klar, viele holperige Feldwege fahren zu müssen, um das gesteckte Ziel zu erreichen!
Der Weg dorthin wurde die schönste und interessanteste Forderung meines Lebens.
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