Teil 3
Wir haben in Chile eine sogenannte nationale Spendenveranstaltung von einer Stiftung unter Mario Kreutzberger (Wikipedia) geleitet. Sie nennt sich Teletón und wird meist im Dezember über 48 Stunden durchgehend unter Beteiligung aller TV-Anstalten durchgeführt. Die Spenden- Aufkommen meist um die 18 Milliarden Peso kommen weitgehend behinderten Kindern und deren Familie zu Gute.
Dieser Mario Kreutzberger, in Florida lebend, hat mit einer „Vorlaufzeit“ von nur 2 Tagen jetzt ein Teletón von 24 Stunden durchgezogen, laufend eingespielte TV- Berichte aus den betroffenen Gebieten, abgewechselt mit Live-Interviews von Betroffenen, kostenlos auftretenden hochrangigen Künstlern und jede Menge Prominenz, von der Regierung bis zur Wirtschaft. Das Ergebnis waren unfassbare 30 Milliarden chilenische Peso. Darin enthalten Sachspenden, Arbeitsleistungen, Dienstleistungen und natürlich Bargeld.
Hilfe aus dem Ausland traf in den ersten 3 Tagen bereits aus Brasilien ein. Lula da Silva, der brasilianische Präsident, ließ es sich nicht nehmen, schon am Samstag gegen Abend persönlich einzufliegen. Im Gefolge: eine Transportmaschine und er selber – wohlweislich - mit einer kleinen Militärmaschine, um unsere Präsidentin vor laufenden Kameras fast buchstäblich in den Arm zu nehmen und Hilfsmittel zu bringen. Aber auch Peru mit Präsident Garcia an der Spitze und im Gepäck 2 Militärflugzeuge u.a. mit einem kompletten Feldlazarett, stand ebenfalls schon am zweiten Tag auf der Matte. Bolivien schickte sofort 70.000 Flaschen Wasser, genau das , was am allermeisten gebraucht wurde.
Von Europa sah und hörte man so viel wie nichts!!! Die Russen aber, noch ein Stückchen weiter weg, standen am dritten Tag mit 2 Maschinen in Santiago auf dem Rollfeld, beladen ebenfalls mit einem kompletten Lazarett und dem dazu notwendigen kompletten Personal. Soweit nur ein kurzer Einblick.
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