Chiles Wirtschaft und neue Regierung stellen sich den Herausforderungen der Naturkatastrophe vom 27. Februar 2010
Erste Umfragen unter Wirtschaftsakteuren ebenso wie unter der Bevölkerung bestätigen, dass man trotz der starken Zerstörungen der Zukunft optimistisch entgegen sieht und für das Jahr 2010 einen Zuwachs des BIP von mindestens 4% erwartet. Vor allem aus den Programmen zum Wiederaufbau erwartet man sich einen kräftigen Impuls in Sachen Investitionen und Beschäftigung. Der Elan der am 11. März angetretenen neuen Regierung unter Sebastián Piñera gibt Vertrauen in die Zukunft. Der gewählte Präsident Piñera hat bereits angekündigt, dass er sein Regierungsprogramm auf die neuen Gegebenheiten umstellen wird und zumindest für die ersten beiden Jahre der vierjährigen Regierungsperiode der Wiederaufbau des Landes im Vordergrund stehen wird.
Piñera will außerdem sichern, dass provisorische Lösungen zur schnellen Überbrückung aktueller Engpässe und Notlagen nicht verewigt werden, sondern in spätestens sechs Monaten ein geordneter Wiederaufbau auf einer qualitativ hochwertigeren Basis beginnt. Die gilt insbesondere für den Bau von Wohnhäusern, Schulen und Krankenhäusern. Dort sollen mittelfristig bereits Kriterien des energieeffizienten Bauens und der hochwertigen Ausstattung durchgesetzt werden, so wie möglichst auch erneuerbare Energien Einsatz finden.
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