Mal wieder ein handfester Skandal bei der FIFA, einer von vielen. Wann endlich wird gegen deren ausufernde Macht und dem damit verbundenen Missbrauch endlich Einhalt geboten? Der im folgenden beschriebene Vorfall ist nicht der schwerwiegendste, allerdings symptomatisch für unkontrollierte Gremien, Institutionen. Und falls sie kontrolliert sind - von wem? Die Hauptfrage in diesem Falle: Cui bono?/Wem nützt es? Das ist üblicherweise die klassische Frage von Ermittlern im kriminellen Milieu...
Zum Fall:
Der Spanier David Villa, der seinen Gegenspieler Emilio Izaguirre/Honduras während des WM-Spieles ins Gesicht geschlagen hatte, wird nicht gesperrt. Skandal: Normalerweise ist es so, dass in dem Falle, wenn der Schiedsrichter das Foul nicht gesehen hat, dies aber auf Grund von Fernsehbildern anschließend bewiesen wird, die Fifa-Disziplinarkommission diese Nachlässigkeit des Schiedsrichters korrigiert, das Vergehen sanktioniert. Ich erinnere an dieser Stelle an den Fall Torsten Frings, der wegen des gleichen Vorfalles bei der WM 2006 für das Halbfinale gegen Italien gesperrt worden war.
Der Klopfer: Ein gewisser José Maria García-Aranda ist zur Zeit Chef der FIFA-Schiedsrichter-Kommission - und er ist Spanier... Ihm kann es nur Recht sein, das heute, wenn´s um die Wurst geht, also den Einzug Spaniens ins Achtelfinale, Villa mitkämpfen kann. Die Chilenen und jeder, der ein wenig Gerechtigkeitsgefühl mitbringt, werden erbost sein. Wie war das noch mit den "mafiösen Strukturen" bei der FIFA???
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