In einer Zeit, in der die Kriminalität und Brutalität in Deutschland zunimmt, macht auch das bisher so sichere Chile einen spürbaren Wandel durch. Unter der Regierung Bachelett nahmen Überfälle und Einbrüche rapide zu. Offensichtlich fühlen sich potentielle Gewalttäter inzwischen sicherer, fürchten nicht mehr die Kraft des Gesetzes.
Die Verantwortlichen scheuen sich, durchzugreifen, den ganzen Rahmen der möglichen Strafmaßnahmen auszuschöpfen.
Der Schriftsteller und Journalist Hans Habe schrieb bereits vor 25 Jahren sinngemäß in einem Beitrag: „Bald wird der Täter das psychologische Gutachten neben sein Opfer legen und so dem Richter mitteilen: Ich konnte ja nicht dafür. Es liegt alles an meiner schweren Kindheit, meinen Eltern, meinen Großeltern, der Umwelt.“ Klar, an einem selber liegt es selbstverständlich nicht, schuld sind immer die anderen...
Dazu die Meldung von gestern aus München:
Zwei junge Männer schlagen in der U-Bahn ohne ersichtlichen Grund auf einen Rentner ein, lassen ihn halbtot liegen. Eine Videokamera filmt das Verbrechen, die Täter werden gefasst. Gestern erhielten sie von einem Münchner Gericht die verdiente und harte Strafe. Es war ein zügiges Verfahren, angenehm, dazu angetan, ein Zeichen zu setzen: Es geht so nicht weiter!
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