Die Krise in der Finanzwelt, der steile Absturz der Börsen, ist ein weltweites Phänomen. Auch Chile blieb von den Auswirkungen nicht verschont. Und wenn liest, wie selbst ernannte Experten die augenblickliche Lage beurrteilen, dann wird klar: Es gibt mindestens so viele Meinungen wie Analysten. Vielleicht ist die folgende Geschichte recht einprägsam… José und sein Gaul oder:
"Wie das Finanz-System funktioniert" Der junge José will mit einem eigenen Fundo reich werden. Als Anfang kauft er einem Nachbarn ein Pferd ab. Er übergibt ihm seine ganzen 1.000.000 Pesos und dieser verspricht, ihm das Pferd am nächsten Tag zu liefern. Am nächsten Tag kommt der Nachbar vorbei und teilt José eine schlechte Nachricht mit: "Es tut mir leid, hijito, aber das Tier ist in der Nacht tot umgefallen." Meint José: "Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück. "Geht nicht", eröffnet ihm der Nachbar. "Ich habe das Geld gestern bereits für Dünger ausgegeben." José überlegt kurz. "Na dann", fängt er an, "nehme ich das tote Biest trotzdem." "Wozu denn?" fragt der andere. "Ich will es verlosen", erklärt ihm José. "Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!", staunt der Nachbar. Doch José antwortet: "Kein Problem! Ich erzähl' einfach keinem, dass es schon tot ist..." Monate später laufen sich José - fein in Anzug und schicken Schuhen - und der Nachbar in der Stadt über den Weg. Fragt der: "José! Wie lief's denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?" "Spitze", erzählt ihm José. "Ich habe über 500 Lose zu je 20.000 Pesos verkauft und meinen ersten guten Profit gemacht." "Ja... gab's denn keine Reklamationen?" "Doch - vom Gewinner", sagt José. "Dem habe ich dann einfach seine 20.000 Pesos zurückgegeben." Heute verkauft José strukturierte Finanzprodukte bei einer Investmentbank.
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