Heute ein Fernsehtipp:
Di, 13.01.2009, 20:15 - 21:00 Uhr auf Arte:
Wildes Südamerika - Land der Extreme
Serie über Südamerika.
Südamerika ist geprägt von sehr unterschiedlichen Landschaftsformen und weist extreme klimatische Bedingungen auf. Außerdem lebt auf dem viertgrößten Kontinent der Erde eine Vielfalt einmaliger Tiere.
Die erste Folge der BBC-Naturdokumentation ist eine Entdeckungsreise durch Südamerika, die den Ursprung der verschiedenen Lebensräume und außergewöhnlichen Tierwelt des Kontinents aufzeigt.
(1): Land der Extreme
Ursprünglich war Südamerika ein Teil der afrikanischen Landmasse, von der es durch den Atlantik getrennt ist. Seine Gewässer und Küsten sind ein Zuhause für Delfine, Wale, Pinguine und Millionen anderer Seevögel. Die Anden bilden die längste Bergkette der Welt und prägen Südamerika auf einzigartige Weise. Ihre aktiven Vulkane verändern die Landschaft immer wieder.
Die im Norden Chiles und im Regenschatten der Anden liegende Atacama-Wüste ist die trockenste Region der Erde. Hier erkämpfen sich Wildtiere ein Leben unter schwierigsten Bedingungen: Guanakos, eine südamerikanische Kamelart, sind so genügsam, dass sie Tropfen des Seenebels von den Kakteen lecken, während sich auf kalten Salzebenen und unter rauchenden Vulkanen Tausende Flamingos um heiße Quellen drängen.
Im Osten des Kontinents, in Argentinien, Uruguay und dem Süden Brasiliens, erstrecken sich trockene, windgepeitschte Steppen. Auf Klippen am Atlantik nisten Papageien, in der offenen Graslandschaft schützen die mit dem Meerschweinchen verwandten Pampashasen ihre Jungen im Gemeinschaftsbau vor dem starken Wind.
Die Formation der Anden führte auch zur Bildung des gewaltigen Amazonasbeckens. Spektakuläre Wasserfälle schnitten langsam ein riesiges Binnenmeer vom Pazifik ab, wodurch das größte Flussnetz der Erde entstand, der Amazonas. Hier dehnt sich der weltgrößte Dschungel aus. Er verfügt über eine eindrucksvolle Artenvielfalt mit sonderbaren Bewohnern, wie Amazonasdelfinen und winzigen Marmosetten. Urtümliche Faultiere bewohnen den Regenwald gemeinsam mit Nasenbären und Jaguaren, während sich in den weiten Ebenen Gürteltiere und Riesenameisenbären die Grassteppe mit Mähnenwölfen teilen.
Ganz im Süden des Kontinents erstreckt sich das große Patagonische Eisschild, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Die nördlich der ins Meer kalbenden Gletscher gelegene riesige, windumtoste Steppe ist unter anderem der Lebensraum von Papageien, die aus Mangel an Bäumen unterirdisch nisten müssen.
Die letzten Eindringlinge auf dem Kontinent waren die Menschen. Aus den zähen einheimischen Tieren züchteten sie Lamas und Alpakas. Bis heute sind diese beiden domestizierten Tiere für die Menschen in den Anden überlebenswichtig.