Drehen wir den Spieß doch einmal um:
Am Wochenende hatte ich Besuch aus Chile. Da mir regelmäßig Fragen gestellt werden, was denn im Augenblick in Chile los wäre, besorgte ich mir natürlich Informationen aus erster Hand. Die widersprachen den veröffentlichten Informationen dann doch erheblich...
Während auf google schier ausschließlich Überschriften zu finden sind, welche sich negativ und nachteilig über die Polizei und Polizeigewalt äußern, finden nachrichten über brutale Übergriffe von vermummten Extremen kein Forum. Das erinnert mich an meine Zeit in Santiago de Chile, als mir ein Journalist der Süddeutschen sagte, dass er in seiner Redaktion keine positiven Meldungen über Chile anbringen könne. Ausschließlich negative Berichte würden zur Veröffentlichung gelangen.
Wie dem auch sei:
- Bildungsstreik in Chile
- Studenten quälen sich zurück an den Verhandlungstisch
- Studierende in Chile verhandeln trotz Polizeigewalt
- .........
Diese Überschriften, und es handelt sich dabei lediglich um eine Auswahl, verstärken den oben beschriebenen Eindruck. Tatsache ist, dass inzwischen bei youtube und auf anderen Plattformen Videos kursieren, die deutlich die Gewalt der Studenten zeigen. Wer mit anderen Vermummten zusammen einen Polizisten jagt, ihn zu Boden wirft, im den Helm abschlägt und dann mit einem Kantholz auf ihn eindrischt, der hat jegliche Legitimation zum Protest verloren. So gesehen auf youtube.
Kleine Anmerkung am Rande: Die bei den Studenten besonders beliebte Anführerin der Studentenrevolte befand sich vor einigen Wochen auf dem Wege nach Brasilien, um dort vor Studierenden zu sprechen. Als Tochter eines kommunistischen Arbeiterführers reiste sie selbstverständlich Business Class.
LETZTE MELDUNG: Fünfjähriges Kind wurde durch Tränengas verletzt. Wer hat´s getan? Natürlich die Polizisten. Wer ist schuld daran? Natürlich der Vater oder die Mutter. Wer so irrsinnig ist, zu einer Demonstration sein kleines Kind mitzunehmen, der führt Böses im Schilde. Im Juristendeutsch würde man sagen, es handelt sich um "billigende Inkaufnahme". Es ist schon heftig, wenn jemand sein kleines Kind mit zu einer Demo nimmt, von der er vorher weiß, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass es Randale gibt. Offenbar war den Eltern die Schlagzeile hier wichtiger als die Gesundheit des Kindes.
By the way: Ich würde noch nicht einmal ein fünfjähriges Kind in die Südkurve bestimmter Fußballstadien mitnehmen.
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