Bei gewalttätigen Ausschreitungen zum 35. Jahrestag des Staatsstreichs des früheren Diktators Augusto Pinochet sind in Chile rund 30 Menschen verletzt worden. Das Innenministerium in Santiago de Chile teilte am Freitag mit, dass 234 Menschen landesweit festgenommen wurden. Felipe Harboe (Vize-Innenminister) betonte, dass die Proteste in diesem Jahr insgesamt friedvoller verlaufen seien als in den Jahren zuvor. 20 Polizisten und neun Zivilisten seien verletzt worden. Zwei Beamte befänden sich durch Schussverletzungen in kritischem Zustand, auch zwei Zivilisten seien angeschossen worden.
Die Ausschreitungen begannen am Donnerstagabend und setzten sich in mehreren Armenviertel von Santiago de Chile und anderen Regionen des Landes bis zum Morgengrauen fort. Augusto Pinochet hatte mit einem Putsch am 11. September 1973 den ehemaligen sozialistischen Präsidenten Salvador Allende gestürzt. Pinochet regierte Chile bis 1990 und starb im Dezember 2006 im Alter von 91 Jahren an einem Herzinfarkt.
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