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Wednesday, January 30. 2008
Es passt gut in diese Karnevalswoche und schließt sich irgendwie an die beiden vorherigen Artikel an. Liebe Leute: Lasst es nicht so weit kommen, Alkohol ja, aber doch bitte in Maßen- nicht in Massen  !
 Wissenschaftlern in Chile ist es gelungen, dem Alkohol zugeneigte Versuchstiere mit Hilfe einer Gentherapie zumindest für einen begrenzten Zeitraum zu heilen. Wie das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe berichtet, orientierte sich die Behandlung dabei an einer menschlichen Mutation im Erbgut, die in Asien recht häufig vorkommt und die Toleranz des Trägers für Wein, Bier, Schnaps und andere hochprozentige Getränke deutlich reduziert. Laut den US-Nationalinstituten für Gesundheit leben allein in Amerika 17,6 Millionen Menschen, die regelmäßig Alkoholmissbrauch betreiben oder gänzlich alkoholsüchtig sind. Sollte die Gentherapie, die Yedy Israel, Professor für pharmakologische und toxikologische Chemie an der Universität von Chile, getestet hat, auch beim Menschen funktionieren, könnte sie zu einer wichtigen neuen Behandlungsform im Kampf gegen die Trunksucht werden – neben bereits verfügbaren Medikamenten und der Verhaltenstherapie.
Der neue Experimentalsansatz beschneidet die Aktivität eines Leberenzyms, der Aldehyd-Dehydrogenase, die eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Alkohol im Körper spielt. Nahezu ein Drittel aller Menschen in Fernost besitzen eine natürliche genetische Veränderung, die den gleichen Effekt hat. Trinken sie Alkohol, röten sich unter anderem ihre Gesichter, der Herzschlag erhöht sich und sie fühlen sich schnell krank – eine gute Motivation, die Flasche früh wieder abzusetzen. Noch ist unklar, ob Israels Idee, die auf ein Einschleusen der Genveränderung mittels Viren setzt, auch beim Menschen funktioniert – und vor allem, wie ungefährlich sie tatsächlich wäre. Medikamente, die eine ähnliche Wirkung haben, existieren bereits; sie müssen aber täglich eingenommen werden, während eine Gentherapie deutlich länger vorhalten würde. Hinzu kommt, dass solche "Abstinenzerzwinger" von Betroffenen nur ungern eingenommen werden. Der Grund: Der äußerst unangenehme Effekt tritt bereits ein, wenn nur ein Tropfen Alkohol in den Körper gelangt – etwa mit dem Rasierwasser.
Tuesday, January 29. 2008
Teil 2: Chile

Chile hat seit langen Jahren ein Gesetz, das den Alkoholverzehr in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Jeder weiß es, fast alle halten sich daran. Wer sich nicht daran hält, dem zeigen die motorisierten "Pacos", die chilenischen Polizisten, auf freundliche aber sehr bestimmte Weise, wo´s lang geht.
Jeder, der einmal in Südamerika gereist ist, weiß, dass in den meisten Staaten dieses Kontinents geringfügige Vergehen gegen das Gesetz durch eine Spende an den betreffenden Polizisten vergessen gemacht werden. Man reicht den Führerschein, denn meist handelt es sich um Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung, man reicht also den Führerschein dem Polizisten zurück und lässt einen Dollarschein, nicht zu groß und nicht zu klein, innen liegen. In der Regel grüßt der Polizist dann freundlich und lässt einen ziehen. Nicht so in Chile. Dort einem Polizisten Geld zustecken zu wollen, bedeutet das sichere Verderben. Der chilenische "Carabinero" (Polizist) ist knallhart - aber gerecht. Ich kann mich an eine längere Reise durch Mexiko und Argentinien erinnern, an deren Ende der Grenzübertritt zu Chile stand. Polizisten der beiden vorgenannten Länder hatten auf die unterschiedlichsten Arten versucht, an mein Erspartes zu kommen, mit eher bescheidenem Erfolg. Als nun die Grenze überschritten war, herrschte plötzlich ein spürbar anderer Wind und mir wurde wieder einmal klar: Hier versucht niemand, dich Kraft seines Amtes zu schröpfen, aber, du musst dich an die Spielregeln halten. Tust du das nicht, dann wird es hart - aber gerecht.
Und so befand ich mich eines Abends in Santiagos Stadtteil Bellavista, als mir vor einer kleinen Kirche eine Gruppe Jugendlicher auffiel, die eifrig dem Pisco, dem chilenischen Nationalbrandy, zusprachen. Ich kam nicht dazu, mich ausgiebig zu wundern, als drei Polizisten auf ihren Cross-Motorrädern ankamen, sich um den Platz herumstellten. Wenige Augenblicke später fuhr ein Streifenwagen vor, es handelte sich um einen kleinen Bus. Diesem Bus entstiegen drei weitere Polizisten, welche auf die Jugendlchen zugingen, sie höflich ansprachen. Die gesamte Gruppe erhob sich ohne Murren, diejenigen, die mit Flaschen in den Händen erwischt worden waren, gingen ohne Widerworte auf die Polizisten zu, stellten die Flaschen neben ihnen auf den Boden und stiegen in den Bus ein. Geräuschlos, ohne Prügelei, ohne Murren. Se wussten, das Widerstand zwecklos gewesen wäre. Der hätte alles nur noch schlimmer gemacht. Der Bus setzte sich in Bewegung, die jungen Damen und Herren werden die Nacht wohl in einer Zelle verbracht haben. Frage: Weshalb kann das nicht bei uns ähnlich ablaufen? Alkohol hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, Menschen, die dort auf Alkohol nicht verzichten wollen, werden oft agressiv gegenüber ihren Mitmenschen, urinieren in Unterführungen und Parks, hinterlassen Scherben, leere Flaschen, Müll. Man könnte hier per Gesetz einen Riegel vorschieben. Es gibt zahllose Gesetze, die weniger sinnvoll sind! Defined tags for this entry: Alkohol, Argentina, Argentinien, Bellavista, Carabineros de Chile, Chile, Mexico, Mexiko, Paco, Pisco, Polizist, Santiago de Chile
Tuesday, February 20. 2007
Chile: Diario del Vino, 15.02.2007 Nuevo: máquina para inhalar alcohol
Ayer distribuimos una información sobre nano-technology con un tinte futurista, pero apelando al buen humor. En esta información tenemos que dar cuenta de otra experiencia, pero mucho más accesible y tal vez mas dañina: las máquinas para inhalar alcohol sin liquidos.
AWOL (alcohol sin líquido) es el nombre del nuevo fenómeno que la industria del placer trata de masificar en Estados Unidos.
Se trata de inhaladores de alcohol que solo permite este consumo, sin que intervenga liquido alguno. Este "innovador" sistema de estimular el placer puede ser visto en internet ingresando en esta pagina.
Los fabricantes de bebidas alcohólicas lanzaron el alerta y son varios los Estados que están propiciando leyes para prohibir la publicitada "maquinita".
Diageo, el mayor vendedor mundial de bebidas alcohólica (vinos incluidos) se acaba de involucrar directamente en esta lucha contra un sistema que puede propiciar el uso exagerado del acohol con el consiguiente daño a la salud.
En un comunicado de hoy, la empresa sostiene: "Diageo elogia el estado de Kentucky en sus esfuerzos de prohibir el uso y venta de las máquinas de AWOL en Kentucky y promover el conocimiento sobre los peligros de estas máquinas," dijo Sonya Deen, Senior Director State Government Relations, de Diageo Norteamérica.
"Nos oponemos a las máquinas simplemente porque no son responsables," dijo Deen sobre AWOL . "Diageo está confiado enteramente en la venta, comercialización, y publicidad responsable en la consumición de nuestros productos y por ello trabajamos duramente para promover la consumición responsable del alcohol."
Estas máquinas todavia tiene que recibir la aprobacion de la Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB), de Estados Unidos.
Und ich wollte es nicht glauben, habe daher im Internet nachgeschaut und tatsächlich: Das Gerät gibt es!!! Hier folgt ein Abdruck der ersten Seite aus dem Internet...
Es ist also ein Saug-Gerät, ein Inhalierapparat, mit dem man Alkohol aufnehmen kann, sich zudröhnen kann. Das wird dann bezeichnet als "ultimativer Partyspaß"... Na dann...
Ich ziehe es vor, einen exzellenten Chilenen, etwa einen 2000er Cabernet Sauvignon Gran Reserva Etiqueta Negra aus dem Keller zu holen, ihn sorgfältig zu dekantieren, ein Stündchen atmen zu lassen und dann Schluck für Schluck geschmackvoll zu genießen. Den Alkohol nehme ich dann mal in Kauf ...
Bleibt zu hoffen, dass dieses Gerät bald wieder in der Versenkung verschwindet...
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