Auch wenn es etwas kurzfristig ist, für schnell Entschlossene ist es gewiss ein guter Tipp:
WANN:
Mittwoch, 4. Februar 2009, 19:30 Uhr WO: Haus an der Redoute, Bonn/Bad Godesberg, Kurfürstenallee 1a
WER LÄDT EIN: Deutsch-Peruanischer Freundschafts- und Kulturverein Ecoselva Peru / Deutschland, St. Augustin und der Ibero-Club:
„Desforestación (i)legal, biocombustibles, monocultivos forestales en la Amazonia en Perú. ¿Cuáles son las medidas gubernamentales y non-gubernamentales para superar una dimensión mundial?“ ((Il)legale Abholzung, Biosprit, Monokulturen im Amazonien Perus. Von Maßnahmen schlagen Regierung und Nichtregierungsorganisationen vor?) (auf spanisch / en castellano) Vortrag von
CARLOS HERZ SAENZ, Anthropologe, Red Peru, Lima/Peru
Zum Thema: Der amazonische Regenwald und seine Abholzung lässt sich aus vielerlei Blickwinkeln diskutieren: des Menschen, der Unternehmen, der Umwelt, der Politik,… Die Themen lassen sich kaum losgelöst voneinander diskutieren. Der tropische Lebensraum ist eng verbunden mit den Rechten der indigenen Völker des Regenwaldes. Natur und Mensch haben einen Anspruch auf den Schutz von Wald und Land. Andererseits schafft die meist illegalen Arbeitsweise von Forstunternehmen durch die Abholzung Arbeitsplätze in der „agricultura migratoria“.
In der Diskussion um (il-)legale Abholzungen geht es häufig darum, dass Primärregenwälder als "Museum" betrachtet werden und keine nachhaltigen Bewirtschaftungssysteme für die dortige Bevölkerung gesehen werden. Die Kritik am FSC (Forest Stewarship Council) geht häufig dahin, die sie sich zu sehr auf Plantagen konzentriert, die wenig Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und häufig Investitionen von Kapitalgesellschaften sind. Dies muss nicht so sein. Carlos Herz befasst sich mit dieser Thematik und seinen Widersprüchen. Er berichtet aus seiner täglichen Arbeit im peruanischen Regenwald aber auch mit peruanischen Behörden und Gesetzen. Eine von ihm mitgegründete peruanische Nichtregierungsorganisation, der Verein ecoselva, hat eine enge Kooperation mit Sankt Augustin in Deutschland. Gemeinsam arbeiten beide Vereine in Peru mit Bauern- und Indiogemeinden, die Konzepte zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Primär- und Sekundärregenwälder und der Aufforstung von Mischwäldern verfolgen.
Zur Person:
Der Anthropologe CARLOS HERZ SAENZ ist Berater unter anderem für die GTZ und InWent. Er weist eine Erfahrung von mehr als 25 Jahren im Bereich des Projektmanagements auf, die er bei Nicht-Regierungs- und Regierungsorganisationen sowie nationalen peruanischen und internationalen Agenturen der Entwicklungszusammenarbeit einbrachte. In Peru führte er mehrere Projekte der integralen lokalen Entwicklung durch. Er ist im Präsidium des Nationalen peruanischen Netzes für abgestimmte Initiativen für die lokale Entwicklung („Red Perú de Iniciativas de Concertación para el Desarrollo Local“) und Vize-Präsident des Ökologischen Forums von Peru (Foro Ecológico del Perú). CARLOS HERZ studierte Anthropologie in Ecuador und spezialisierte sich auf physikalische Anthropologie (Studium in Peru) und kommunale Forstentwicklung (Studium in Oxford, England).
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