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Thursday, October 8. 2009
Im Süden Chiles, in der 10. Region, gibt der Vulkan Chaitén keine Ruhe. Seit 16 Monaten nun raucht der Vulkan vor sich hin, ein neuer Ausbruch kann jederzeit vorkommen. Der Obsidiandom am Gipfel wächst und der Krater hat eine maximale Ausdehnung von 3,5km.
Die Bewohner der südlich gelegene Stadt Chaitén sind immer noch evakuiert, wann sie wieder in ihre Häuser zurück dürfen ist fraglich. Nur wenige weigerten sich, ihr Dorf zu verlassen - zwischen 20-30 Einwohner sollen noch dort leben. Inzwischen wir darüber diskutiert, den Ort Chaitén an anderer Stelle neu zu erbauen und keine Rückkehr der Bewohner zu planen.
Wednesday, December 17. 2008
Schon Charles Darwin spekulierte über die Wechselwirkung von Erdbeben und Vulkanausbrüchen, die vielerorts ins Auge springt. So brach beispielsweise der Kilauea auf Hawaii 1975 aus, nur wenige Stunden nachdem ein Beben in der Nähe den Boden zum Wanken brachte. Effekte über größere Entfernungen und Zeiträume hinweg betrachtete die Forschungswelt jedoch bislang als zufällig. Um diese Meinung zu widerlegen, wälzte der Vulkanologe Sebastian Watt mit zwei Kollegen der University of Oxford historische Aufzeichnungen beginnend im Jahr 1850, die Beben und Eruptionen der südlichen Vulkanzone der Anden schildern. Die mühsame statistische Auswertung des Forschers erwies sich als aufschlussreich: Vulkane der gesamten Region brachen nach großen Erdbeben viermal häufiger aus als sonst. Der Effekt hielt etwa ein Jahr nach den Ereignissen an und wirkte sich bis auf Vulkane in 500 Kilometer Entfernung aus. Der Wissenschaftler wählte gerade diese Region, da sich entlang 3 200 Kilometern der chilenischen Küstenlinie eine Plattengrenze befindet, die für außergewöhnlich starke Beben sorgt: Die Nazca-Platte schiebt sich mit einer Geschwindigkeit von 8,4 Zentimetern pro Jahr unter den westlichen Rand des südamerikanischen Kontinents. Dadurch verursachte seismische Wellen können Eruptionen auslösen, indem sie Magmenkammern unterhalb von Vulkanen aufwühlen. Unterirdischer Druck quetscht zähflüssiges Magma durch schmale Kanäle nach oben - ein Effekt wie in einer Zahnpastatube -, was die Lava schließlich an der Oberfläche aus einem Vulkankrater schleudert. Die Unruhe im Erdinneren wirkt allerdings nicht plötzlich: Zunächst muss sich genügend Druck bilden, damit die Gesteinsschmelze Richtung Oberfläche aufsteigt. Zwischen Beben und Vulkanausbruch können somit einige Monate verstreichen.
Thursday, January 10. 2008
Chile und Argentinien wollen Dakar-Rallye
Quelle:
Die Regierungen von Chile und Argentinien haben ihr Interesse angemeldet, die Dakar-Rallye künftig in Südamerika auszutragen. Am 4. Januar war die prestigeträchtige Rallye von Lissabon nach Dakar aus Sicherheitsgründen erstmals seit der Premiere 1979 komplett annulliert worden.
Terroristen hatten den mauretanischen Behörden mit Anschlägen gedroht. Neben den beiden südamerikanischen Staaten zeigen sich auch Australien, Russland und China an einer Austragung interessiert. Defined tags for this entry: Anden, Argentina, Argentinien, Arica, Australien, Chile, China, Dakar-Rallye, Russland, San Pedro de Atacama, Santiago de Chile
Wednesday, September 26. 2007
Sport 1 AT Markus Stoeckl rast in Chile mit 210,4 km/h zum Weltrekord für Serienbikes
Der 33jährige Österreicher Markus Stoeckl stellte am Wochenende auf der revitalisierten Hochgeschwindigkeitsstrecke von La Parva in den chilenischen "Alpen" mit 210,4 km/h einen neuen Weltrekord für Serienfahrräder auf.
Er übertraf seinen eigenen acht Jahre alten Rekord um sagenhafte 23 km/h. Jahrelang war es still gewesen bei den schnellsten Landfahrzeugen auf Erden, die ohne Antrieb unterwegs sind, den Speedbikes auf Schnee.
In den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts duellierten sich vor allem zwei Franzosen, Eric Baronè und Christian Taillefer, in gummierten Anzügen, mit aerodynamischen Helmen und Körperspoilern auf futuristischen, nur entfernt an Fahrräder erinnernden Geschossen in den französischen Alpen um den Weltrekord.
Der einzige der damals halbwegs mithalten konnte war der junge Kitzbüheler Markus Stoeckl. Weil er sich damals keinen teuren Prototypen leisten konnte, fuhr er in der Klasse der Serienräder und holte sich 1999 in Les Arces mit 187,013 km/h den Weltrekord. Seit dieser Zeit steht auch Eric Barones Rekord von 222,2 km/h in der Klasse der Prototypen.
Danach war in Frankreich die Luft draußen, wie Markus Stoeckl erzählt: keine Rennen, keine Meisterschaften, keine Strecken.
Seither fuhr er mit dem Spitznamen „Herkules“ (100 kg bei 1,90 Metern) „normale“ Downhill-Rennen, gründete seine eigene Firma und mit dem „MS Intense Racing“ ein eigenes Weltcup-Team.
Stoeckel war gerade bei einem Job in Portugal im Einsatz, als er erfuhr, dass im chilenischen La Parva die alte Speedstrecke kurzfristig wieder präpariert wurde. Er packte seinen alten Helm, den Speedanzug und sein neues „Intense M6“ Bike und flog nach Südamerika.
Exakt sieben Tage später um 11:18 Uhr stand er am höchst möglichem Startpunkt direkt unter dem Felsen, vor ihm die 2000 Meter lange und im Startbereich 45 Grad steile Schneepiste.
Die Voraussetzungen für die Rekordfahrt waren fern ab von ideal:
Weil der südamerikanische Frühling die Piste zu einem schmal Band zwischen den Felsen schmolz, musste auf ein kontinuierliches Hinaufverlegen des Starts verzichtet werden. Die letzte Testfahrt erfolgte hunderte Meter weiter unten mit einer Geschwindigkeit von 178 km/h.
Weil die Sehschlitze des Helmes beschlugen, musste Stoeckl während der rund 40 Sekunden dauernden Fahrt noch dazu die Luft anhalten.
Der Rekordrun von 210,4 km/h war aber dann unglaublich ruhig, völlig ohne Probleme, geradezu unspektakulär.
„Am Ende der Fahrt hatte ich den Eindruck, ich würde mir selber beim Fahren zusehen“, beschrieb Stoeckl seine Eindrücke von der Fahrt.
Jetzt hat Markus Stoeckl Blut geleckt - er möchte den anderen Uralt-Weltrekord von Eric Baronne auch knacken, dann aber mit besserer Vorbereitung und Top-Material. Fernando Habash, Verantwortlicher des Skiresorts La Parva, hat in jedem Fall schon eine rekordtaugliche Strecke für 2008 zugesagt.
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