Die heutige Meldung erleichtert es den chilenischen Behörden wahrscheinlich nicht, die Auslieferung von
Alberto Fujimori weiter hinaus zu zögern...
Quelle:
net-tribune / 30. Juli 2007
Fujimori verfehlt Einzug in den japanischen Senat
Tokio
Der in Chile unter Hausarrest stehende frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori hat den Einzug in den japanischen Senat verfehlt. Bei den Teilwahlen am Sonntag kam die kleine konservative Oppositionspartei Neue Volkspartei, für die Fujimori angetreten war, nach dem offiziellen Ergebnis nur auf zwei Sitze. Für den 69-Jährigen, der sich in seiner Kampagne als "Letzter Samurai" präsentiert hatte, ist damit kein Platz im Oberhaus in Tokio. Fujimori hält sich in Chile auf, wo er unter Hausarrest steht. Er erkannte seine Niederlage am Montag an und äußerte die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die peruanische Politik.
Kritiker hatten Fujimori, der neben der peruanischen auch die japanische Staatsangehörigkeit besitzt, vorgeworfen, er wolle mit seiner Kandidatur einem Prozess in Peru entgehen. Gegen den Sohn japanischer Einwanderer läuft in Chile ein Verfahren zur Auslieferung an Peru, wo ihm ein Prozess wegen Menschenrechtsverstößen droht.
Die chilenische Staatsanwaltschaft hatte Anfang Juni eine Auslieferung Fujimoris an Peru empfohlen. Das Oberste Gericht Chiles will in Kürze über das Auslieferungsgesuch Limas entscheiden.
Neueste Nachricht (www.kleine.at)
Chilenische Anwälte haben im Namen zweier peruanischer Mandanten am Dienstag in Santiago de Chile Klage gegen Perus früheren Präsidenten Alberto Fujimori wegen Folter eingereicht. Chile müsse in diesem Fall tätig werden, sagte Rechtsanwalt Hugo Gutiérrez. Wegen der Fujimori zur Last gelegten schweren Menschenrechtsverletzungen könne auch die chilenische Justiz den früheren Präsidenten belangen.
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