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Wednesday, December 2. 2009
Nun, eine Schlagzeile muss ja zum Weiterlesen verlocken. Es ist natürlich alles anders, als oben angedeutet und vom Leser schnell interpretiert. Papst Benedikt XVI. gab am vergangenen Samstag eine Audienz für die Präsidentinnen von Chile und Argentinien, Michelle Bachelet und Cristina Kirchner. Anlass war der vor genau 25 Jahren geschlossene Friedensvertrag zwischen beiden Ländern, der durch die Vermittlung des Vatikans zustande gekommen war. Das hatte einen Krieg zwischen den Nachbarstaaten verhindert. Der Vermittler war damals Papst Johannes Paul II. gewesen. In welcher Sprache die Gespräche in der Dreier-Runde verliefen, ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass das ein oder andere Wort auf Deutsch fiel, spricht doch Michelle Bachelet ausgezeichnet diese Sprache, seit ihrem langjährigen Studienaufenthalt in der damaligen DDR.
Thursday, February 26. 2009
Am Sonntag schloss die internationale Buchmesse Havanna ihre Tore. Chile, Chile, ChileAuf der gesamten Messe wurde das Gastland 2009 der Buchmesse präsentiert. Die zentrale Ausstellung »Eine Umarmung zwischen zwei Völkern« erinnerte mit Fotos, Texten und historischen Film- und Fernsehaufzeichnungen an die gewachsene Verbundenheit Kubas mit dem Chile der Unidad Popular. Künstler jener Epoche, wie der Dichter Pablo Neruda, die Sängerin Violeta Parra oder der Liedermacher der chilenischen Volksfront, Victor Jara, wurden vorgestellt. Erstmals seit dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende, stattete mit Michelle Bachelet auch ein Staatsoberhaupt Chiles Kuba wieder einen Besuch ab. Falls also Herr Piñera die Wahlen in Chile im Herbst gewinnen sollte, kann er sich mit seinem Besuch Kubas ein wenig Zeit lassen. Der Reiserhythmus liegt so bei ca. 30 Jahren ....
Wednesday, July 9. 2008
In einer Zeit, in der die Kriminalität und Brutalität in Deutschland zunimmt, macht auch das bisher so sichere Chile einen spürbaren Wandel durch. Unter der Regierung Bachelett nahmen Überfälle und Einbrüche rapide zu. Offensichtlich fühlen sich potentielle Gewalttäter inzwischen sicherer, fürchten nicht mehr die Kraft des Gesetzes.
Die Verantwortlichen scheuen sich, durchzugreifen, den ganzen Rahmen der möglichen Strafmaßnahmen auszuschöpfen.
Der Schriftsteller und Journalist Hans Habe schrieb bereits vor 25 Jahren sinngemäß in einem Beitrag: „Bald wird der Täter das psychologische Gutachten neben sein Opfer legen und so dem Richter mitteilen: Ich konnte ja nicht dafür. Es liegt alles an meiner schweren Kindheit, meinen Eltern, meinen Großeltern, der Umwelt.“ Klar, an einem selber liegt es selbstverständlich nicht, schuld sind immer die anderen...
Dazu die Meldung von gestern aus München:
Zwei junge Männer schlagen in der U-Bahn ohne ersichtlichen Grund auf einen Rentner ein, lassen ihn halbtot liegen. Eine Videokamera filmt das Verbrechen, die Täter werden gefasst. Gestern erhielten sie von einem Münchner Gericht die verdiente und harte Strafe. Es war ein zügiges Verfahren, angenehm, dazu angetan, ein Zeichen zu setzen: Es geht so nicht weiter!
Wednesday, June 25. 2008
Chile verbietet Walfang in seinen Hoheitsgewässern
Eine die Titelblätter beherrschende Schlagzeile befasst sich mit Beschlüssen der Walfangkommission, die zur Zeit in Santiago de Chile tagt. Chile bewegt sich da allerdings auf wackligen Planken, zumindest was das freundschaftliche Verhältnis zu Walfängern angeht. Aber auf deren Freundschaft kann man auch gerne verzichten... Ich freue mich über diese klare Position - ist man von Politikern eigentlich leider nicht gewohnt. Santiago de Chile (AFP) —
Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat die Hoheitsgewässer ihres Landes zum Schutzgebiet für Wale erklärt. Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile unterzeichnete sie ein Dekret und einen Gesetzesentwurf für ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Millionen Quadratkilometer umfassenden Gebiet. "Kein Wal darf mehr in unseren Hoheitsgewässern gejagt werden", sagte die Staatschefin in der in ein Museum umgewandelten ehemaligen Walfangstation Quintay an der pazifischen Pazifikküste. Die Station war von 1943 bis 1967 in Betrieb.
Bei der Jahrestagung in Santiago de Chile soll auch über ein Schutzgebiet für Wale und Delfine im südlichen Atlantik beraten werden. Das Schutzgebiet wurde von der sogenannten Buenos-Aires-Gruppe vorgeschlagen, der zahlreiche lateinamerikanische Länder angehören. Sie fordern die Einrichtung einer Zone, in der Walfang dauerhaft verboten, das Beobachten von Walen durch Touristen jedoch gefördert wird.
Für die Annahme des Vorschlags sind 75 Prozent der Stimmen der 80 IWC-Mitgliedsländer nötig, ein vorangegangener Versuch scheiterte bereits.
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