Man muss sich das einmal vorstellen:
Zwei Autofahrer tanken in Aachen oder irgendeiner grenznahen Stadt an der gleichen Zapfsäule. Sie füllen die gleiche Menge Benzin in ihre Tanks. Wenn sie dann an der Kasse stehen, zahlt der deutsche Kraftfahrer aber mehr als sein ausländischer Kollege...

Unmöglich? Nicht überall. Die argentinische Regierung überraschte heute die Chilenen mit einem interessanten Angebot: Kommt zu uns, besucht uns, ihr seid als Touristen herzlichst willkommen. Und damit ihr euch auch so richtig freut, deshalb zahlt ihr in den grenznahen Gebieten wie z.B. Mendoza, Río Negro und Neuquén den alten Preis für das Benzin. Unsere argentinischen Staatsbürger zahlen den neuen, den erhöhten Preis.
Diese Maßnahme berifft lediglich das Benzin, nicht Diesel und auch nicht Gas, aber die überwiegende Mehrheit der chilenischen Touristen fährt mit Benzin betriebene Autos. Und daher sind sie diejenigen, die den größten Nutzen von dieser Maßnahme haben.
Die Argentinische Botschaft in Chile verbreitete diese Nachricht am gestrigen Tage. Wie häufig üblich, war die Nachricht noch nicht an die diese Direktive Ausführenden gelangt. 
Im besten Falle sieht es dann so aus: Lastwagen und der Personenverkehr mit Bussen werden bis zu maximal 700 l in Mendoza tanken. Das erlaubt ihnen die zweifache Hin- und Rückreise von und nach Santiago de Chile. Und wenn früher die Lastwagen, die in Bolivien starteten und das Ziel Santiago hatten, den Weg über chilenisches Territorium wählten, so reisen sie heute über Argentinien, den Pass Cristo Redentor/Mendoza, um von den günstigen Benzinpreisen zu profitieren.
Übersetzung mit Kommentaren: Heinz Wattler
Quelle: Prensa Argentina
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