Zwischen dem 19. und 30. Oktober wird die chilenische Luftwaffe in der Region Antofagasta militärische Übungen durchführen. Hierzu wurden auch Vertreter der umliegenden Länder eingeladen, unter anderem werden Beobachter aus den USA, Frankreich, Brasilien und Argentinien vor Ort sein. Peru verweigerte die Teilnahme in Bezug auf das Thema der Übungen, das lautet "Abwehr einer Invasion eines nördlichen Landes". Rafael Rey, der peruanische Verteidigungsminister, wertete das Thema der Übung als offensiv und forderte Unterlassung.
Dies kritisierte der bolivianische Verteidigungsminister Walker San Miguel. Seiner Aussage nach seien militärische Übungen der Verteidigung des Landes gewidmet und dementsprechend müsse eine Arbeitshypothese aufgestellt werden - auch wenn diese rein theoretisch sei. Die Realität zeige momentan keine Bedrohung, es sei nur eine Übung. Seine Meinung untermauerte er mit der Aussage, wolle Chile wirklich ein Offensive starten, würden wohl keine internationalen Beobachter zu solch einer Übung eingeladen. Auch die Gefahr eines erneuten Wettrüstens der Anrainerstaaten Bolivien, Peru und Chile sieht er nicht.
Dies scheint nur eine Forsetzung der Polemik der letzten Monate, bei denen es unter anderem um Boliviens Forderung nach Zugang zum Meer ging. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation entwickelt.
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