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Wednesday, October 7. 2009
Zwischen dem 19. und 30. Oktober wird die chilenische Luftwaffe in der Region Antofagasta militärische Übungen durchführen. Hierzu wurden auch Vertreter der umliegenden Länder eingeladen, unter anderem werden Beobachter aus den USA, Frankreich, Brasilien und Argentinien vor Ort sein. Peru verweigerte die Teilnahme in Bezug auf das Thema der Übungen, das lautet "Abwehr einer Invasion eines nördlichen Landes". Rafael Rey, der peruanische Verteidigungsminister, wertete das Thema der Übung als offensiv und forderte Unterlassung.
Dies kritisierte der bolivianische Verteidigungsminister Walker San Miguel. Seiner Aussage nach seien militärische Übungen der Verteidigung des Landes gewidmet und dementsprechend müsse eine Arbeitshypothese aufgestellt werden - auch wenn diese rein theoretisch sei. Die Realität zeige momentan keine Bedrohung, es sei nur eine Übung. Seine Meinung untermauerte er mit der Aussage, wolle Chile wirklich ein Offensive starten, würden wohl keine internationalen Beobachter zu solch einer Übung eingeladen. Auch die Gefahr eines erneuten Wettrüstens der Anrainerstaaten Bolivien, Peru und Chile sieht er nicht.
Dies scheint nur eine Forsetzung der Polemik der letzten Monate, bei denen es unter anderem um Boliviens Forderung nach Zugang zum Meer ging. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation entwickelt.
Tuesday, May 12. 2009
Fast 130 Jahre ist er nun schon her, der Salpeterkrieg. Und noch immer belasten die Auswirkungen dieses Krieges um den Rohstoff Salpeter die Beziehungen zwischen Chile und Bolivien. Bolivien ist das einzige Land Südamerikas ohne eigenen direkten Zugang zum Meer - und genau den verlangt es von Chile. Daher findet alljährlich ein entsprechender Gedenktag in Bolivien statt, die Chilenen kümmert das allerdings nicht.
Wednesday, September 17. 2008
Der Tagesspiegel schreibt am 15.9.2008:
Chile lädt zum Krisengipfel.
Die politischen Führer der Region wollen Hugo Chavez das Feld nicht allein überlassen.
Die Lage ist verfahren. Bolivien, politisch, wirtschaftlich und ethnisch zerrissen, steht – wieder einmal – am Rande der Unregierbarkeit. Im Streit zwischen der armen indianischen Bevölkerungsmehrheit und den rohstoffreichen, überwiegend von Weißen bewohnten Provinzen des Andenstaates sind die Fronten derart verhärtet, dass Politik als geregelte Suche nach einem Kompromiss nicht mehr stattfindet. „Wenn wir nicht als Sieger hervorgehen, müssen wir für unser Land und das bolivianische Volk sterben“, sagte Indio-Präsident Evo Morales, verfügte die Festnahme eines oppositionellen Gouverneurs und machte damit klar, dass mit einer innerbolivianischen Lösung nicht mehr zu rechnen ist. Bleibt die Hoffnung auf Hilfe von außen. Brasilien hat sich angeboten, wurde aber von Morales auf später vertröstet. Jetzt lädt Chile zum Krisengipfel. Bemerkenswert daran ist, dass die politischen Führer der Region offenbar nicht gewillt sind, Hugo Chavez das Feld zu überlassen. Der Präsident Venezuelas, der keine Chance ungenutzt lässt, Konflikte in Nachbarstaaten für seine Zwecke zu nutzen, setzt sich gern als Sprachrohr einer anti-amerikanischen Linken südlich des Rio Grande in Szene. Doch das ist er nicht. Und das haben ihm seine Kollegen, die sich wie er der Linken zurechnen, mit ihren Initiativen für eine regionale Lösung auf wünschenswerte Weise deutlich gemacht. Es gibt noch Hoffnung für den Südkontinent.
Wednesday, June 18. 2008
Fußball wird zur Zeit überall gespielt. Nun treffen auch die Chilenen und wir drücken ihnen die Daumen für weitere Erfolge.
Quelle: FIFA.COM
Die Überraschung
Bolivien - Chile 0:2
Tore: Gary Medel (29. und 76.) für Chile
Zwei beeindruckende Treffer von Gary Medel, einer davon per spektakulärem Fallrückzieher, brachten Chile in der Auswärtspartie im bolivianischen La Paz drei wertvolle Punkte. Die von Marcelo Bielsa trainierte Roja war dem Team von Edwin Sánchez überlegen, gewann ein entscheidendes Spiel und liegt nun punktgleich mit dem fünftplatzierten Venezuela auf Rang sechs. Grund dafür ist das etwas schlechtere Torverhältnis. Die Bolivianer müssen sich nach dieser Niederlage langsam vom WM-Traum verabschieden. Die Chilenen, bei denen wieder einmal Alexis Sánchez überzeugte, streichen in dieser Stadt hingegen bereits den zweiten Sieg in Folge ein und träumen nach zehnjähriger Abwesenheit von einer Rückkehr auf die Weltbühne. Die Tabelle:
1. Paraguay, 13 Punkte
2. Argentinien, 10 Punkte
3. Kolumbien, 9 Punkte
4. Brasilien, 8 Punkte
5. Venezuela, 7 Punkte
6. Chile, 7 Punkte
7. Uruguay, 5 Punkte
8. Ecuador, 4 Punkte
9. Peru, 3 Punkte
10. Bolivien, 1 Punkt
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