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Tuesday, June 16. 2009
Wenn es um Prozente geht, da wird so mancher rabiat. Und so stimmen ins allgemeine Rabattschlachtgeheul nun auch die Chilenen mit ein, und beklagen den Rückgang von Prozenten. Nachdem bereits im Vorjahr die obere Spitze gekappt wurde ( Pisco Artesanos del Cochiguaz 50% vol.), folgte der Pisco Alto del Carmen 46% vol. - und nun auch der Pisco Capel 43% vol. . Gründe für die Kappung der %Spitze wurden keine angegeben. Die Leber freut´s, den Konsumenten nicht.
Wednesday, June 11. 2008
Lange Jahre war der Bereich um Ovalle, die Täler Limarí und Elqui, vorwiegend als die sogenannte „Zona Pisquera“ bekannt. Von hier kam – und kommt – der berühmte Pisco, in der Welt vor allem deshalb beliebt, weil man den chilenischen Nationaldrink daraus mixt, den Pisco Sour. Der wohl bekannteste Produzent ist Pisco Capel.
Eine der Voraussetzungen für das gute Gedeihen der Reben, welche die Trauben für den Pisco liefern, sind nahezu 365 Tage Sonne im Jahr, eine schier unglaublich klare Athmosphäre. Das lockte vor etlichen Jahren die Astronomen auf den Plan. Doch lesen Sie weiter, was der Standard aus Österreich heute schreibt. Hier einige Ausschnitte:
Die Tür zum All geht auf
Am Cerro Paranal in Chile steht das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte Astronomen brauchen mitunter mehr Stunden, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, als andere in einer ganzen Woche arbeiten. Der Weg ans Very Large Telescope (VLT) führt aus Europa anreisende Wissenschafter mit ein- oder eher zweimaligem Umsteigen zunächst nach Santiago de Chile, wo sie meist einen kurzen Zwischenhalt im angegliederten Forschungszentrum einlegen, bevor sie nach Antofagasta weiterfliegen. Von dort sind es noch zwei Autostunden auf den Cerro Paranal.
Schon kurz hinter Antofagasta ist nicht ein Gestrüpp mehr zu sehen. Bauschutt säumt die Straße; und wie zum Hohn ein Schild, das dessen Abladen verbietet. Kurz hinter einer Kupfermine geht es links in die Berge. Schließlich taucht am Horizont eine Kuppe auf mit ein paar seltsam ausgebeulten Päckchen darauf: Das VLT. Es vereint acht Teleskope, vier mit Achtmeterspiegeln und vier kleinere 1,8-Meter-Hilfsteleskope.
Auf 2635 Meter Seehöhe entschädigen atemberaubende Ausblicke für die Strapazen der Reise. Das Land schimmert je nach Stand der Sonne zwischen hellbraun und rötlich. So ähnlich stellt man es sich auf dem Mars vor. So weit das Auge reicht, nur Sand und Steine und im Westen ein Meer aus Wolken. Der gerade einmal zwölf Kilometer Luftlinie entfernte Ozean ist nur stunden- und ausschnittsweise zu sehen. Wo die Anden verlaufen, davon kündet ostwärts ein nicht der Rede wert scheinendes Hügelchen, das in Wahrheit ein 6700 Meter hoher Vulkan ist.
Von der unterhalb des Gipfels in den Berg gebauten Residencia ist zunächst nur eine sanfte Glaskuppel zu sehen, unter der man von einem tropischen Garten und einem Schwimmbecken überrascht wird. So wird drinnen eine Luftfeuchtigkeit von immerhin dreißig Prozent erreicht, die den Aufenthalt zumindest während der freien Stunden erträglicher macht. Schließlich arbeiten die diensthabenden Astronomen am VLT oft zwölf Tage am Stück. Dabei kommen pro Tag leicht sechzehn Stunden zusammen, wie Dieter Nürnberger erzählt.
Hundert Nächte im Jahr
Gute Sicht ist in Paranal heilig. Um ausstreuendes Licht zu vermeiden, müssen nachts die Vorhänge zugezogen bleiben. Die Straße, die von der Residencia zu den Teleskopen führt, ist eigens asphaltiert worden, damit bei den Fahrten keine Sandverwehungen entstehen. Der Blick mit dem nackten Auge in den südlichen Sternenhimmel ist allerdings spektakulärer als die Bilder, die im Kontrollzentrum ankommen, wo es von Computerschirmen wimmelt. Aufnahmen benötigen mitunter Stunden an Belichtungszeit und auch einiges an Rechnerleistung. Die jeweils drei Instrumente pro Teleskop liefern Daten, die oft erst nach monatelanger Auswertung ein publizierbares Resultat ergeben.
Die USA und Japan leisten sich Großteleskope noch im Alleingang. Schon die Investitionskosten sind enorm. An die 400 Millionen Euro hat das VLT gekostet. Jede Sekunde Beobachtungszeit wird pro Instrument mit einem Euro veranschlagt. Da muss jede Nacht voll ausgeschöpft werden, selbst wenn andere Weihnachten oder Neujahr feiern.
Die etwa alle 18 Monate anfallende Wartung eines Teleskops wird selbstredend auf eine der beobachtungstechnisch wenig attraktiven Vollmondwochen terminiert. Dabei wird der Spiegel deinstalliert und mit einem Spezialfahrzeug in eine neben der Residencia errichtete Werkhalle transportiert, wo er gereinigt und neu beschichtet wird.
Chefingenieur Guy Durand betet jedes Mal, dass sich nicht gerade während des Umladens eines Spiegels eines der in Chile häufigen Erdbeben zuträgt. Teleskope wie Werkhalle sind so gebaut, dass sie auch schwerste Erschütterungen überstehen. Vorigen November wurde auf dem Gelände ein Beben der Stärke 5,4 auf der Richterskala gemessen. Während nahezu alle anderen Teleskope in Nordchile ausfielen, lief das VLT in der folgenden Nacht wie gewohnt.
Neben der Werkhalle steht ein kleines Kraftwerk. Vor allem die Klimatisierung verschlingt Energie. Um jegliche Verzerrung zu minimieren, werden die Teleskope auf die Temperatur der Nacht eingestellt. Einige Instrumente müssen sogar auf 250 Grad unter null gekühlt werden. Das flüssige Propangas für das Kraftwerk kommt ebenso per Tanklaster wie drei Ladungen Wasser pro Tag. Davon fällt auch etwas für ein paar Sträucher und kleine Bäume ab. Die grünen Kleckse können einen Augenblick darüber hinwegtäuschen, wo das Observatorium liegt. Inmitten der trockensten Wüste der Welt. (Stefan Löffler/DER STANDARD, Printausgabe, 11.6.2008)
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Friday, March 9. 2007
Crema de Pisco Sour
Wir haben ja schon erfahren, dass Pisco eines der Lebenselexiere der Chilenen (und Peruaner) ist. Pisco Sour, Vaina, Serena Libre, Piscollins oder einfach Piscola stehen für leichten und unbeschwerten Pisco-Genuss - mit Maßen, bitte, denn sonst gerät der "Fliegende Vogel" in Schräglage und evtl. in den Sturzflug...
Heute stellen wir nun fest, dass es die Chilenen offensichtlich nicht beim Aperitif mit Pisco Sour belassen, nein, auch zum Nachtisch soll es wieder ein wenig "prozentig" sein. Na gut, dann ist der Abend ja gerettet, oder?
PISCO-SOUR-CRÈME
NEUE CHILENISCHE KÜCHE
8 Portionen
10 große Eigelbe
250 g Zucker
3/4 Glas vorbereiteten Pisco Sour (ohne Zucker)
100 g weiche Butter, in Stückchen zerkleinert
1 TL geröstete Limettenschale
250 ml Sahne (light cream), sehr kalt
Orangenscheiben und Mandeln zum Garnieren
Eigelb mit Zucker in einem kleinen Topf schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Weiterrühren und Pisco Sour und Butter hinzufügen. Auf kleiner Flamme 5–7 Minuten erhitzen, es sollte nicht kochen. Die Mischung durch ein Sieb in eine kleine Schüssel streichen. Limonenschale hinzufügen. Umrühren, mit Folie abdecken und mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
In einer Rührschüssel Sahne steif schlagen. Zunächst 1/4 der Sahne vorsichtig in die Pisco-Eier-Mischung rühren, dann den Rest untermischen. In Kompottschalen füllen und mit Orangenscheiben und Mandeln verzieren.
Gut gekühlt servieren.
Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!
Wie immer stammt dieses köstliche Rezept aus dem bekannten Kochbuch
"Die chilenische Küche",
herausgegeben von Karla Berndt und Birgit Heitfeld,
zu erhalten in Deutschland bei www.cwc.de.
Freuen Sie sich schon auf den kommenden Freitag, denn am 16. März beantworten wir an dieser Stelle erneut die Frage:
Und was essen wir am Wochenende? Defined tags for this entry: Birgit Heitfeld, Capel, Chilenen, Crema de Pisco Sour, Die chilenische Küche, Karla Berndt, kochen, Peruaner, Pisco, Pisco Sour, Piscola, Piscollins, Rezept, Rezepte, Vaina, www.cwc.de
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