Der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, kündigte am vergangenen Sonntag in seiner sonntäglichen Sendung „Aló Presidente“ an, die Firma POLAR zu enteignen. Polar ist der wichtigste und größte Produzent von Lebensmitteln, Limonaden, Bier und zugleich der einzige Produzent von Wein.
In den letzten Monaten gab es heftige Querelen mit dem militaristisch-sozialistischen Regime von Hugo Chávez, die Enteignung wurde gleichsam erwartet. Das ist das übliche Mittel von Diktator Chávez, um renitente Firmen unter Kontrolle zu bringen. Chávez kritisierte die Arbeiter von Polar, die für ihre Arbeitsplätze auf die Straße gingen. Barquisimeto hatte 50 Jahre prosperiert und zahlreichen Familien Sicherheit und Lohn garantiert. Chávez sprach den Arbeitern jegliches politisches Kriterium ab. Klar, nur was der große Chef denkt – und für seine Freunde plant – passt in dessen militaristisch-sozialistische Schema.
"Vi a unos trabajadores defendiendo a la Polar; pobres de ellos, apoyando a quien explota al pueblo, apoyando a la burguesía; eso da tristeza, la clase obrera debe estar alineada con el pueblo, no con la burguesía.”
Übersetzung: Ich sah einige Arbeiter, die POLAR verteidigten. Schade für sie, sie unterstützen diejenigen, die das Volk ausbeuten, helfen der Bourgoisie, das stimmt traurig. Die Arbeiterklasse muss dem Volk verbunden sein, nicht der Bourgoisie.“
Klartext: Die Enteignung von La Polar berührt die Arbeitsplätze von 2000 Familien. Das interessiert Chávez aber nicht. Diese Maßnahme wäre eine von vielen, mit denen er die Macht im Staate durch seine Gefolgsleute stärken möchte. Es gibt inzwischen ganze Gebäudeparks von enteigneten Firmen, die leer stehen. Das bedeutet: Da wird auch nichts geschaffen, nicht produziert. Allerdings droht Chávez: Jugendliche, die sich dort der Gebäude bemächtigen, also Besetzern, werden in ein Heim verfrachtet, Menschen ohne Behausung, die dort einziehen, wandern hinter Gitter.
Chávez: Es ist wahrlich höchste Zeit und für Venezuela wäre es DER Glücksfall, wenn du dich auf eine Finca im Inland zurückziehen würdest. Oder willst du wirklich so lange wie Fidel Castro im Amt bleiben? Armes Venezuela!
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