Erschütternde Bilder aus Japan belegen erneut, wie viel Glück die Bevölkerung Chiles im vergangenen Jahr hatte. Wie leicht hätte das fürchterliche Erdbeben im April 2010 ähnlich grauenhafte Folgen hervorrufen können, wie dies nun in Japan der Fall ist.
Im Angesicht der Zustände, die sich nun durch Kernschmelze in verschiedenen Reaktoren an der Küste Japans ergeben haben, muss überdacht werden, ob Kernenergie für das durch Erdbeben ähnlich gefährdete Chile tatsächlich die Lösung für Energieprobleme ist. Gewiss, Energie, produziert durch Wasserkraftwerke, dann aber aus dem tiefen Süden nach Santiago zu transportieren, das ist es auch nicht. Vor allem deshalb nicht, weil weite Teile Chiles, besonders die, welche Jahr für Jahr mehr Touristen anziehen, durch Überlandleitungen gewaltigen Ausmaßes verunstaltet würden, uralte Baumbestände den Leitungsmasten, die in einer breiten Schneise aufgestellt würden, weichen müssten.
Keine leichte Aufgabe für Chile, aber mit Geduld, Einsicht und Weitsicht wird sich eine Lösung finden lassen. Kernenergie ist es auf alle Fälle nicht.
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