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Tuesday, September 25. 2007
Santiago de Chile/Lima (dpa) -
Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori (1990-2000) wird von Chile an das Nachbarland Peru ausgeliefert und muss dort wegen Menschenrechtsverbrechen mit einer langen Haftstrafe rechnen. Der chilenische Oberste Gerichtshof gab am Freitag einstimmig einem Auslieferungsantrag der peruanischen Regierung statt. Die Polizeikräfte, die über den Hausarrest von Fujimori in Santiago wachen, wurden sofort verstärkt. Die Regierung kündigte die Überstellung des 69-Jährigen binnen 24 Stunden an. Menschenrechtsorganisationen äußerten sich befriedigt.
Die Richter in Santiago revidierten damit eine Entscheidung ihres Kollegen Orlando Álvarez, der die Auslieferung im Juli abgelehnt hatte. Der Vorsitzende Richter der Strafkammer des Obersten Gerichts, Alberto Chaigneau, erläuterte, dem Auslieferungsantrag sei in den Punkten der Massaker von Barrios Altos und La Cantuta sowie in sechs Fällen von Korruption stattgegeben worden. Fujimori, der Umfragen zufolge noch bei 25 Prozent der Peruaner gut angesehen ist, drohen in seiner Heimat bis zu 30 Jahre Haft.
Angehörige von Opfern äußerten sich erleichtert. "Es ist ein erster Sieg, aber es bleibt abzuwarten, ob die peruanische Justiz ihn wirklich verurteilt", sagte Gisela Ortiz in Lima, deren Bruder Luis Enrique 1992 ermordet worden war. In der Universität La Cantuta hatten die Sicherheitskräfte 1992 einen Professor und neun seiner Studenten ermordet. In der Hauptstadt Lima waren 1991 im Viertel Barrios Altos 15 Zivilisten erschossen worden.
Fujimori hatte sich 2000 wegen zahlreicher Korruptionsaffären bei einer Reise nach Japan, der Heimat seiner Vorfahren, abgesetzt. Dort war er wegen seiner japanischen Staatsbürgerschaft vor einer Auslieferung sicher. 2005 tauchte er aber in Chile auf und wurde dort festgenommen. Während seiner Amtszeit hatte er die Wirtschaft Perus angekurbelt und die linke Terrorgruppe Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) niederkämpfen lassen. Dabei begingen Polizei und Militär jedoch schwere Menschenrechtsverbrechen.
Thursday, July 12. 2007
BONUS - ARTIKEL aus aktuellem Anlass !!!
Na, da scheint er ja noch mal Glück zu haben, der Herr Fujimori. Ob sich durch die unten aufgeführte Entscheidung die Beziehungen zwischen Peru und Chile verbessern mag dahingestellt sein. Auf alle Fälle scheint es so, als ob sich Fujimori auf den Wahlkampf in Japan wird vorbereiten dürfen und einige Pisco Sour wird er erleichtert getrunken haben. Mit peruanischem Pisco zubereitet oder mit chilenischem? Fragen über Fragen...
© ZEIT online, Tagesspiegel | 11.07.2007 23:50
Menschenrechtsverbrechen: Chile lehnt Fujimoris Auslieferung ab
Überraschend hat die chilenische Justiz eine Auslieferung des früheren peruanischen Präsidenten Fujimori an sein Heimatland abgelehnt. Ihm wird unter anderem die Ermordung von 25 Zivilisten vorgeworfen.
Die chilenische Jusitz hat überraschend die Auslieferung des früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori an sein Heimatland abgelehnt. Die peruanische Justiz wollte dem 68-Jährigen wegen schwerer Menschenrechtsverbrechen während seiner zwei Amtszeiten (1990-2000) den Prozess unter anderem wegen Mordes an 25 Zivilisten machen.
Der Richter am Obersten Gerichtshof Chiles, Orlando Álvarez, lehnte die Auslieferung jedoch mit der Begründung ab, die meisten der Fujimori in Peru zur Last gelegten Verbrechen seien im chilenischen Rechtssystem nicht vorgesehen. Auch sei die mögliche Beteiligung Fujimoris an den Verbrechen nicht nachgewiesen worden.
Fujimori hatte sich 2000 noch als peruanischer Präsident angesichts zahlreicher Korruptionsaffären während einer Auslandsreise nach Japan abgesetzt. Dort war er wegen seiner japanischen Staatsbürgerschaft vor einer Auslieferung sicher. Am 6. November 2005 tauchte er aber überraschend in Chile auf und wurde wegen eines internationalen Haftbefehls Perus festgenommen. (mit dpa)
Wednesday, July 4. 2007
Am Donnerstag, dem 14. Juni, berichteten wir bereits über die zur Zeit etwas eingeschränkten Aktivitäten, Möglichkeiten, des ehemaligen Präsidenten Perus. Am 28. Juni 2007 fanden wir zum gleichen Thema einen weiteren Artikel. Auf Fortsetzungen sind wir nun sehr gespannt!
"Samurai" Fujimori kandidiert in Japan
Perus Ex-Präsidenten winkt die Immunität
Alberto Fujimori, ehemaliger Präsident von Peru, wird in Japan bei der kommenden Oberhauswahl Ende Juli antreten. Er möchte für eine kleine oppositionelle Volkspartei (PNP) als Senator den Sprung ins Parlament schaffen. Shizuka Kamei, Chef der PNP, gab die überraschende Kandidatur Fujimoris am Donnerstag in Tokio bekannt und Fujimori wohnte der Pressekonferenz per Telefonschaltung aus Chile bei. Während PNP-Vorsitzender Kamei seinen Überraschungskandidaten als „letzten Samurai“ mit edlen Werten pries, versprach Fujimori, seine Erfahrung als Ex-Präsident in Japan einzubringen. Fujimori, der zwischen 1990 und 2000 zwei Amtsperioden als Präsident Perus verbracht hatte, droht dort der Prozess wegen Korruption und Menschenrechtsverletzung. Der Ex-Präsident bestreitet bis heute alle Vorwürfe. 2000 war er nach Japan ins Exil geflohen, fünf Jahre später reiste er überraschend nach Chile, wo er wegen eines internationalen Haftbefehls gegen ihn festgenommen wurde. In Chile wird in den nächsten Monaten der Entscheid des Höchstgerichts erwartet, ob Fujimori nach Peru ausgeliefert wird. Ob ihn Chile zum Wahlkampf in Japan ausreisen lassen wird, ist unklar.
Falls Alberto Fujimori tatsächlich Abgeordneter werden sollte, sehen Diplomaten unruhige Zeiten im Verhältnis zwischen Japan und den befreundeten südamerikanischen Staaten herannahen. Die Kandidatur des peruanischen und japanischen Doppelstaatsbürgers wirft nämlich nicht nur rechtliche Fragen auf, sie könnte vor allem politisch für heftige Verstimmung sorgen. Ein Sprecher der Regierung in Tokio sagte vorerst nur, dass Fujimori berechtigt ist, zu kandidieren. In Peru wird Fujimori bereits vorgeworfen, dass er sich dem drohenden Gerichtsverfahren durch die Wahl zum Abgeordneten entziehen will.
Das Erscheinen von Alberto Fujimori auf der politischen Bühne könnte in Teilen der Bevölkerung Japans durchaus auf Wohlwollen stoßen. Denn vor allem in Tokio leben viele Südamerikaner. Sie sind häufig Nachkommen ausgewanderter Japaner, die in die Heimat ihrer Vorfahren zurückgekehrt sind. Wer seine japanische Abstammung nachweisen kann, hat erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt. (Andrea Waldbrunner aus Tokio/DER STANDARD, Printausgabe, 29.6.2007)
Thursday, September 28. 2006
Man weiß ja, dass Wörter, obwohl sie gleich lauten, in anderen Sprachen zuweilen ganz andere Bedeutungen haben. Das ist eigentlich nicht weiter tragisch - außer es handelt sich um groß angelegte Werbekampagnen, die dann möglicherweise neben das Ziel treffen. Die Japaner haben da so ihre Erfahrungen gemacht - aber offensichtlich nichts daraus gelernt. Wie könnte man sich sonst die folgende Notiz erklären?
Los japoneses podrían buscar un asesor de castellano para que cuando pusiesen los nombres a los coches no la cagasen. ¿Se acuerdan del todo terreno Mitsubishi Pajero rebautizado en España como Mitsubishi Montero, por razones que a todos se nos pasan por la cabeza?
Pues ahora salen dos nuevos modelos también japoneses:
¡EL NISSAN MOCO Y EL MAZDA LAPUTA, Y NO ES BROMA!
¡Sigan, sigan leyendo! no tiene desperdicio.
Y por si fuera poco, presentan las campañas con frases como...
- "El moco lo puedes guardar en cualquier sitio". (Ya lo sabíamos...¡ja!¡ja! A estos los subvencionaran los de Kleenex).
- "Laputa ha mejorado su seguridad y ampliado su interior...” ¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡ no puedoooomnn!! ¡!!!!!!!!!!!
Otras "lindezas" en la campaña:
- "Laputa tiene un cuerpo diseñado para resistir impactos frontales..."
- "Laputa remains at approximately the same price level"... Este slogan va sin comentarios..
Jeder Übersetzungsversuch würde fehl schlagen, es ist schon heftig... !
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