|
Thursday, July 2. 2009
Das Instituto Cervantes Hamburg empfiehlt/
El Instituto Cervantes de Hamburgo recomienda:
Kubanische Nacht: Live-Musik + Tanz in der Fischauktionshalle
Noche cubana: Música en vivo + Baile
Freitag, den 3. Juli 2009 ab 19 Uhr/ Viernes 3 de julio 19 h Fischauktionhalle
Liebe Freunde des Instituto Cervantes/ Queridos amigos del Instituto Cervantes:
diejenigen unter Ihnen, die von der kubanischen Lebensfreude und Musik auf unserer Fiesta de Verano noch nicht genug bekommen haben, sollten die noche cubana in der Fischauktionshalle nicht verpassen. Einen kleinen Vorgeschmack bekommen Sie hier. Auch das Instituto Cervantes selbst wird mit einem Infotisch auf der noche cubana vertreten sein und freut sich auf Ihren Besuch.
Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen./
¡No se pierdan esta noche cubana!
INSTITUTO CERVANTES HAMBURG
Spanisches Kulturinstitut
Chilehaus, Eingang B,1. Etage
Fischertwiete 1
20095 Hamburg
Tel. (040) 530 205 29-0
Fax. (040) 530 209 29-99
E-Mail: info@cervantes-hamburg.de
http://www.cervantes.es/
http://www.cervantes-hamburg.de
Einschreibung:
Montag bis Donnerstag
von 9.00 bis 19.00 Uhr und
Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr
Einstufungstest und Beratung:
Montag bis Donnerstag
von 16.00 bis 18.00 Uhr
Thursday, February 26. 2009
Am Sonntag schloss die internationale Buchmesse Havanna ihre Tore. Chile, Chile, ChileAuf der gesamten Messe wurde das Gastland 2009 der Buchmesse präsentiert. Die zentrale Ausstellung »Eine Umarmung zwischen zwei Völkern« erinnerte mit Fotos, Texten und historischen Film- und Fernsehaufzeichnungen an die gewachsene Verbundenheit Kubas mit dem Chile der Unidad Popular. Künstler jener Epoche, wie der Dichter Pablo Neruda, die Sängerin Violeta Parra oder der Liedermacher der chilenischen Volksfront, Victor Jara, wurden vorgestellt. Erstmals seit dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende, stattete mit Michelle Bachelet auch ein Staatsoberhaupt Chiles Kuba wieder einen Besuch ab. Falls also Herr Piñera die Wahlen in Chile im Herbst gewinnen sollte, kann er sich mit seinem Besuch Kubas ein wenig Zeit lassen. Der Reiserhythmus liegt so bei ca. 30 Jahren ....
Tuesday, February 17. 2009
Kuba: Besuch aus Chile nach 37 Jahren Bei AFP fand ich den folgenden Artikel, war mir nur nicht sicher, wo ich den einordnen sollte: Tourismus oder Politik? Nun, die Amtszeit von Michelle Bachelet dauert ja vorerst noch bis in den Herbst 2009, eigentlich ist es für Abschiedstouren noch zu früh... Aber vielleicht will sie sich auch nur vom nicht mehr ganz so fidelen Castro verabschieden? Wer weiß ... Erstmals seit dem Besuch von Präsident Salvador Allende ist mit Michelle Bachelet erneut ein chilenischer Staatschef nach Kuba gereist. Er hoffe, dass der dreitägige Besuch dem politischen Dialog und der "Suche nach gemeinsamen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen" diene, sagte der kubanische Vize-Präsident José Ramón Machado am Dienstag anlässlich der Ankunft Bachelets in Havanna. Die chilenische Präsidentin, die von einer Delegation aus Politikern und Wirtschaftsvertretern begleitet wurde, hatte vorab angekündigt, sie werde in ihren Gesprächen mit Kubas Staatschef Raúl Castro und anderen Vertretern des Landes "ohne Ausnahme" alle wichtigen Themen ansprechen. Ein Treffen mit Dissidenten war jedoch nicht geplant, was bei der chilenischen Opposition auf Kritik gestoßen war. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass Bachelet von dem durch Krankheit geschwächten kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro empfangen wird. Bachelet ist bereits die vierte lateinamerikanische Staatschefin in diesem Jahr, die das kommunistische Kuba besucht. Vor ihr waren bereits Panamas Staatschef Martín Torrijos, der ecuadorianische Präsident Rafael Correa und die argentinische Staatschefin Cristina Kirchner da. Zu dem verstärkten Interesse an Kuba sagte Parlamentspräsident Ricardo Alarcón: "Mir scheint, dass es nicht so sehr daran liegt, dass Kuba sich der Welt öffnet oder die Welt sich Kuba öffnet." Vielmehr habe sich die Welt "deutlich verändert". (AFP/red.)
Monday, July 30. 2007
23.05.04
Es ist Sonntag. Auf dem Schiff macht sich das nicht sonderlich bemerkbar. Alles geht weiter wie bisher. Grapefruitsaft und Omelette zum Frühstück, danach die Sonntagszigarre an Deck. Im Wasser schwimmt Holz vorbei. Haben wir vielleicht ein Floß gerammt ? Aber bis nach Kuba ist es doch noch zu weit. Dann bemerke ich, dass die Mannschaft im Bug fleißig “klar Schiff” macht, Sägespäne und kaputte Stauhölzer fliegen über Bord. Alles biologisch abbaubar, denke ich erleichtert. Beim Frühstück höre ich zwischen dem Rumänischen auch das Wörtchen “Drill” fallen, also probiere ich mal meine Rettungsweste an, diese Feststoff-Schwimmkörper sind nicht unbedingt bequem, vom Modischen mal ganz abgesehen. Voraussichtlich würde man hier wohl doch am schnellsten an Unterkühlung sterben. Wieviel Grad wird der Pazifik hier wohl haben? Der kalte Humboldt-Strom, der an Chiles langer Küste vorbeifließt, hält das Wasser kalt, meist so um die 12 bis 13 Grad. In den Breitengraden, in denen wir uns momentan bewegen, dürfte das Wasser vielleicht 5 Grad wärmer sein. Erfrischend, nicht wahr?! Ich treffe den Kapitän beim Wäsche waschen im Offizierswaschsalon, gleich neben meiner Kabine. Bei uns wäscht der Kapitän noch selbst! Ich werde meine Plünnen heute nachmittag wieder Patricio übergeben, natürlich wieder mit einem Scheinchen in der Seitentasche. Draußen heult die Sirene auf, ununterbrochen, durchdringend. Ich fühle mich um Jahre zurückversetzt, wie beim Bund. “Alarm, Alarm, Alarm !” Ob ich da wohl mitmachen darf ? Ich muss sogar. Also schnappe ich mir meine Rettungsweste, vergesse vor lauter Eifer meinen roten Sicherheitshelm und eile die Treppe hinab. Unten stehen sie schon, einige wenige kommen noch nach mir. Der erste Offizier kommentiert und inspiziert. Dann werden die Westen abgelegt und zwei Treppen hinaufgeklettert, um in das geschlossene Fallboot zu gelangen. Für eine unsportliche Gestalt wie mich ist es eine Herausforderung, das kleine, geschlossene Plastikboot zu besteigen, insbesondere, da es im Fallwinkel aufgehängt ist. Jeder freie Sitzplatz ist willkommen. Da Schultergurte und Beckengurte miteinander verbunden sind und auf die chilenische Durchschnittsgröße eingestellt waren, wurstele ich mit diesen herum, bekomme aber sofort Hilfe von meinem Sitznachbarn und dem Ersten Offizier. Wie es scheint, finden alle Besatzungsmitglieder in dieser Nussschale Platz. Danach geht es zurück auf Deck zum “Debriefing” durch den Ersten Offizier. Wie ich den ausgehängten Berichten entnehmen kann, sind diese Rettungsübungen Pflicht und finden einmal pro Woche statt. Anstelle Kirchgang also Rettungsboot, warum nicht?
Am späten Nachmittag auf die Brücke, wie fast jeden Tag. Der Sonnenuntergang von dort ist unverbaut und prachtvoll. Der Erste Offizier hat Wache, aber der Kapitän ist auch da. Im Bekleidungszeremoniell sind mir beide mal wieder voraus; sie tragen schon Shorts, wärend ich noch lange Jeans trage. Sind die Rumänen alle heißblütiger als ich, oder liegt es daran, dass die See den Seemann abhärtet? Ich hoffe Letzteres; aber mittlerweile lasse ich auch schon sämtliche Pullover und Westen im Kleiderschrank. Mit dem ersten Offizier unterhalte ich mich über Logistik und Organisation. Die Theorie scheint ganz prima zu sein; auf der Brücke wimmelt es von Aktenordnern mit Vorschriften und Richtlinien. In der Praxis laufen wir nach Manta wie ein Omnibus, der nicht weiß, ob an der nächsten Haltestelle Passagiere zusteigen oder nicht. Wir wissen zwar, dass wir nichts zu entladen haben, was wir jedoch noch nicht wissen ist, was und wieviel wir zu laden bekommen werden. Das wäre beim augenblicklichen Tiefgang nicht gerade uninteressant; davon abgesehen, muss bei jeder zusätzlichen Beladung das Schiff neu getrimmt werden, damit die Materialbelastung im Rumpf gleichmäßig bleibt und der Stahl sich nicht verwindet. Die Trimmung des Schiffes geschieht durch Umpumpen verschiedener Ballasttanks, aber auch dieser Ballast ist zusätzliches Gewicht, das wir mit uns herumschleppen müssen. So findet, wie in Chile üblich, alles auf den letzten Drücker statt. Es wird geladen und gestaut, irgendwann gibt die Agentur dem kommandierenden Offizier bekannt, was, wieviel und wo geladen und gestaut worden ist. Dieser muss sich dann bemühen, alles irgendwie physikalisch ins Lot zu bringen. Das sollte natürlich schnell gehen, denn der Liegeplatz muss freigemacht werden. Dass es nicht immer glatt abgeht, zeigt mir der Erste Offizier an seinem Computer; Bilder eines französischen Containerschiffs, das mit 15 Knoten Grundberührung hatte. Dummerweise mit der Nase zuerst; ich hätte nie gedacht, dass Stahl so biegsam sein könnte. Während die technische Entwicklung “größer-schneller-weiter” geht (er zeigt mir ein neues französisches Containerschiff mit 300 Metern Länge und über 40 Metern Breite also 100 Meter länger und 10 Meter breiter als wir) scheint die logistische Infrastruktur noch ziemlich in den Kinderschuhen zu stecken. Aber der Seeverkehr ist notwendig. Auf keine andere Art könnten heute schwere oder großvolumige Transporte von Kontinent zu Kontinent realisiert werden. Nach dem Abendessen bleiben wir am Videogerät hängen. Es gibt “Mexico” mit Antonio Banderas und Salma Hayek. Danach geht es in die Falle – gute Nacht! Peter Erdtmann können Sie an
dieser Stelle auf seiner Reise begleiten. Jeden Montag erscheint ein weiteres Kapitel seines Buches "Weg zurück nach vorn" mit den interessantesten Eindrücken von seiner 30tägigen Seereise.
|
neueste Kommentare