Die Überschrift der "Zeit" von heute morgen (zeit-online) sagt es: "Polizei und Regen bremsen den Krawall". Aus dem Haupstadtstudio Santiago dagegen erfahren wir andere Dinge über Chiles Krawalle:
Lieber Heinz,
gestern, am Dienstag (9.8.2011), gab es eine Demo,an der wie an den anderen Tagen Schüler, Studenten, Lehrer und auch Familien teilnahmen. Diese Demo verlief
ruhig und gesittet. Tausende waren es, die demonstrierten, und das nicht nur in Santiago, sondern auch in zwölf weiteren Städten. Am späten Nachmittag kam es dann zu
heftigen Ausschreitungen.
Es wurde ein Auto angezündet und als aus einem Polizeibus vermummte Polizisten ausstiegen, waren die RANDALIERER nicht mehr zu halten. Zwischen den Straßen Tarapacá und dem Parque Almargro kam es schließlich zur großen Randale. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde besetzt und bis in den dritten Stock hinein alles zerschlagen. Es war bisher der schlimmste Tag seit Beginn der Demos. Man wird dabei das Gefühl nicht los, als wenn unter den Chaoten auch Polizisten eingeschleust seien. Oder aber bezahlte Krawallmacher - bezahlt von wem auch immer. Die Presse ist nicht objektiv, sie schreibt immer von "Studenten und Schülern", nicht aber von Randalierern, Chaoten oder Krawallmachern. Und die Regierung - unternimmt nichts! Sie schaut nur zu und lässt sich am Tag des Kindes feiern!!!
Ich hoffe nur, dass jetzt alles ein Ende hat und man zur Tagesordnung
zurückkehrt!
Muchos saludos
Hans
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