Ein Grundstein chilenischer Kultur

Seit 1993 ist der Combarbalita Chiles Nationalstein. Ein Wahrzeichen für Kunst, Kultur und Handel. Doch woher kommt dieser mal in schneeweiß glänzende, mal durch dunkelgraue Nuancen bestechende Halbedelstein? Seinen Ursprung hat er in der Region Combarbalá, gelegen in der "Provincia de Limarí" (Zentralchile). Dort wurde er schon abgebaut und verarbeitet, bevor die Spanier Fuß auf das südamerikanische Festland setzten. Durch die Jahrhunderte entwickelte sich eine Tradition von Kunsthandwerkern: Sie fertigten aus dem Vulkangestein kleine Figuren, Glücksbringer, Einrichtungsgegenstände oder auch gigantische Skulpturen. Im Zuge der Christianisierung der südamerikanischen Bevölkerung wurden sogar ganze Altäre aus Combarbalita gefertigt!
Combarbalita besteht aus verschiedenen Grundgesteinen. Hauptbestandteile sind Hämatit und Kaolinit. Hämatit leuchtet in Rosé-Tönen, während Kaolinti durch strahlendes Weiß besticht. Durch die unterschiedlichsten Zusammensetzungen ergibt sich bei jeder Figur ein neues Spiel der Farben und Maserungen.
Text und Foto: Anna C. Wattler
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