Die Aussichten für Lateinamerika werden trüber. Der seit 2003 andauernde Wachstumszyklus ist zu einem Ende gekommen. Chile und Peru können für Konjunkturpakete auf Erspartes zurückgreifen, Brasilien und Mexiko haben nur geringen Spielraum.
Lateinamerika bekommt nun den weltweiten Abschwung zu spüren. Rückläufige Exporte, fallende Rohwarenpreise, sinkende Zahlungen von im Ausland lebenden Lateinamerikanern, geringere Einnahmen des Tourismussektors und fallende ausländische Direktinvestitionen dämpfen die Konjunktur in der Region. Die Länder sind dabei in ganz unterschiedlicher Weise betroffen. In der Karibik etwa ist es vor allem der Rückgang des Tourismus, der die Wirtschaft bremst. Venezuela, Argentinien, Chile und Peru leiden besonders unter dem Rückgang der Rohwarenpreise.
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