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Thursday, October 8. 2009
Im Süden Chiles, in der 10. Region, gibt der Vulkan Chaitén keine Ruhe. Seit 16 Monaten nun raucht der Vulkan vor sich hin, ein neuer Ausbruch kann jederzeit vorkommen. Der Obsidiandom am Gipfel wächst und der Krater hat eine maximale Ausdehnung von 3,5km.
Die Bewohner der südlich gelegene Stadt Chaitén sind immer noch evakuiert, wann sie wieder in ihre Häuser zurück dürfen ist fraglich. Nur wenige weigerten sich, ihr Dorf zu verlassen - zwischen 20-30 Einwohner sollen noch dort leben. Inzwischen wir darüber diskutiert, den Ort Chaitén an anderer Stelle neu zu erbauen und keine Rückkehr der Bewohner zu planen.
Friday, February 20. 2009
Vulkan in Chile erneut ausgebrochen Neun Monate war Ruhe, nun brach er wieder aus: der Vulkan Chaitén (Süden Chiles). Ungefähr 150 Menschen, die noch in Chaitén seit dem letzten Ausbruch im Mai vergangenen Jahres ausgeharrt hatten, mussten in Sicherheit gebracht werden. Dies berichtete Radio Cooperativa. Weiter heißt es, dass auf Chaitén ein Ascheregen niedergehe, starke Erdstöße zu spüren seien. Aus dem Inneren der Erde dröhne heftiges Rumpeln und der etwa 1000 Meter hohe Vulkan speie Asche und giftige Dämpfe aus. Die meisten der 4000 Einwohner Chaiténs waren bereits im Mai 2008 in Sicherheit gebracht worden.
Friday, December 19. 2008
Als ob wir es gewusst hätten; der siebte Sinn, eine Vorahnung?
Vor zwei Tagen brachten wir auf dem picaflor die Informationen über den Zusammenhang zwischen Vulkanismus und Erdbeben - und nun:
CHILE VON ERDBEBEN DER STÄRKE 6,3 ERSCHÜTTERT
Chile ist am Donnerstag von einem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala erschüttert worden. Das Epizentrum lag knapp 75 Kilometer nördlich der Hafenstadt Valparaiso, wie die Behörden in Santiago mitteilten.
Trotz der Stärke des Bebens sei nach bisherigen Erkenntnissen niemand verletzt worden und auch kein Sachschaden entstanden, erklärte die Katastrophenschutzbehörde ONEMI in Santiago de Chile.
Das Beben habe um 18.19 Uhr (Ortszeit) begonnen und 45 Sekunden gedauert, in der folgenden halben Stunde wurden zwei Nachbeben der Stärke 5,8 registriert. Das erste Beben war auch in der Hauptstadt Santiago und in einigen nördlichen Regionen des Landes zu spüren.
Chile wird aufgrund der dortigen Aktivität tektonischer Platten häufig durch Erdbeben erschüttert.
Wednesday, December 17. 2008
Schon Charles Darwin spekulierte über die Wechselwirkung von Erdbeben und Vulkanausbrüchen, die vielerorts ins Auge springt. So brach beispielsweise der Kilauea auf Hawaii 1975 aus, nur wenige Stunden nachdem ein Beben in der Nähe den Boden zum Wanken brachte. Effekte über größere Entfernungen und Zeiträume hinweg betrachtete die Forschungswelt jedoch bislang als zufällig. Um diese Meinung zu widerlegen, wälzte der Vulkanologe Sebastian Watt mit zwei Kollegen der University of Oxford historische Aufzeichnungen beginnend im Jahr 1850, die Beben und Eruptionen der südlichen Vulkanzone der Anden schildern. Die mühsame statistische Auswertung des Forschers erwies sich als aufschlussreich: Vulkane der gesamten Region brachen nach großen Erdbeben viermal häufiger aus als sonst. Der Effekt hielt etwa ein Jahr nach den Ereignissen an und wirkte sich bis auf Vulkane in 500 Kilometer Entfernung aus. Der Wissenschaftler wählte gerade diese Region, da sich entlang 3 200 Kilometern der chilenischen Küstenlinie eine Plattengrenze befindet, die für außergewöhnlich starke Beben sorgt: Die Nazca-Platte schiebt sich mit einer Geschwindigkeit von 8,4 Zentimetern pro Jahr unter den westlichen Rand des südamerikanischen Kontinents. Dadurch verursachte seismische Wellen können Eruptionen auslösen, indem sie Magmenkammern unterhalb von Vulkanen aufwühlen. Unterirdischer Druck quetscht zähflüssiges Magma durch schmale Kanäle nach oben - ein Effekt wie in einer Zahnpastatube -, was die Lava schließlich an der Oberfläche aus einem Vulkankrater schleudert. Die Unruhe im Erdinneren wirkt allerdings nicht plötzlich: Zunächst muss sich genügend Druck bilden, damit die Gesteinsschmelze Richtung Oberfläche aufsteigt. Zwischen Beben und Vulkanausbruch können somit einige Monate verstreichen.
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